„Ja“, antwortete Dorian. „Und ich bedaure, Francis, aber ich habe noch einen Weg für Sie. Wie heißt der Mann in Richmond, der Selby mit Orchideen versorgt?“
„Harden, gnädiger Herr.“
„Richtig — Harden. Sie müssen gleich nach Richmond fahren, Harden selbst sprechen und ihm sagen, er solle doppelt soviel Orchideen schicken, als ich bestellt habe, und möglichst wenig weiße dabei. Eigentlich will ich überhaupt keine weißen. Es ist ein schöner Tag, Francis, und Richmond ein hübscher Ort, sonst würde ich Sie damit nicht behelligen.“
„Nichts zu sagen, gnädiger Herr. Zu welcher Zeit soll ich zurück sein?“
Dorian sah Campbell an. „Wie lange wird dein Experiment dauern, Alan?“ fragte er mit ruhiger, gleichgültiger Stimme. Die Gegenwart eines Dritten im Zimmer schien ihm außerordentlichen Mut einzuflößen.
Campbell runzelte die Stirn und biß sich auf die Lippen. „Es wird ungefähr fünf Stunden beanspruchen“, antwortete er.
„Dann ist es früh genug, wenn Sie um sieben zurück sind, Francis. Oder halt: legen Sie meine Sachen zum Umkleiden zurecht, Sie können dann den Abend für sich verwenden. Ich esse nicht zu Hause, brauche Sie also nicht.“
„Ich danke, gnädiger Herr“, sagte der Mann und verließ das Zimmer.
„Jetzt, Alan, ist kein Augenblick zu verlieren. Wie schwer der Kasten ist! Ich will ihn dir tragen. Nimm du die anderen Sachen.“ Er sprach hastig und in befehlendem Tone. Campbell fühlte sich von ihm beherrscht. Sie verließen das Zimmer gleichzeitig.
Als sie den obersten Treppenabsatz erreicht hatten, nahm Dorian den Schlüssel heraus und schloß auf. Dann blieb er stehen, und ein Ausdruck von Unruhe zeigte sich in seinem Blick. Er schauderte. „Ich glaube, ich kann nicht hineingehen, Alan“, flüsterte er.