Dorian hielt sich gewaltsam aufrecht und lächelte. „Es ist nichts, Frau Herzogin,“ murmelte er, „meine Nerven sind schrecklich in Unordnung. Nichts weiter. Ich fürchte, ich bin heut morgen zuviel gegangen. Ich habe gar nicht gehört, was Harry gesagt hat. War es sehr toll? Sie müssen es mir ein andermal erzählen. Ich halte es fürs beste, mich jetzt ein bißchen hinzulegen. Sie entschuldigen mich, nicht wahr?“
Sie hatten die große Treppe erreicht, deren Stufen vom Gewächshaus auf die Terrasse emporführten. Als sich die Glastür hinter Dorian geschlossen hatte, wandte sich Lord Henry um und sah die Herzogin mit seinen schläfrigen Augen an. „Bist du sehr in ihn verliebt?“ fragte er.
Sie gab eine Weile keine Antwort, sondern stand da und blickte auf die Landschaft. „Ich möchte es selber wissen“, sagte sie endlich.
Er schüttelte den Kopf. „Wissen, wäre ein Verhängnis. Nur die Ungewißheit hat für uns Reiz. Ein Nebel macht die Dinge wunderbar.“
„Man kann darin seinen Weg verlieren.“
„Alle Wege enden am selben Punkt, meine liebe Gladys.“
„Wie heißt der?“
„Enttäuschung.“
„So war mein Debüt im Leben“, seufzte sie.