- 1890. Paludina sp. n., Smith [58] Ann. Mag. p. 149.
- 1892. Viviparus victoriae, Smith [65] Ann. Mag. p. 124. pl. 12. fig. 8-10.
Das einzige mir vorliegende, vollständig gebleichte, in der Mündung etwas mangelhafte Exemplar aus dem Victoria-See misst 24,2 mm in der Höhe, 15,5 mm in der Breite. Die Mündung ist 10 mm hoch, 9 mm breit. Die Grössenverhältnisse würden also zu der von E. v. Martens beschriebenen Paludina constricta ([54] S. 56, Taf. 41, Fig. 7) auffallend stimmen, und auch Gestalt und Skulptur sind annähernd so, wie sie Prof. v. Martens in seiner Diagnose angiebt. Da aber der über der Naht stehende und bis zur Mündung reichende Kiel auffallend stark entwickelt ist und vortritt, und ferner über diesem, etwa in der Mitte des Umganges, ein zweiter, aber zarter Kielstreifen läuft, sehe ich mich veranlasst, das Baumann'sche Exemplar zu Smith's Viviparus victoriae zu rechnen und zwar speciell auf die in Smith's Abhandlung [65] in Fig. 10 abgebildete var. a zu beziehen, obwohl dieses Exemplar bedeutend niedriger ist. Sollte sich einmal herausstellen, dass die Arten victoriae und constricta zusammenfallen, so hätte der Martens'sche Name das Prioritätsrecht. Nahe verwandt damit scheinen mir auch die von E. v. Martens beschriebenen, aber noch nicht abgebildeten Arten phtinotropis und trochlearis zu sein (siehe Martens [62] S. 17-18).
Paludina (?) rubicunda v. Martens
Fig. 2, 3, 4.
- 1879. Paludina rubicunda n. sp. Martens [25] S. 104.
- 1888. Paludina unicolor var. Smith [47] P. Z. S. p. 53.
- 1892. Viviparus rubicunda Martens, Smith [65] P. Z. S. p. 123, pl. 12, Fig. 3.
Die 4 Exemplare, welche Dr. Baumann im Victoria-See gesammelt hat, und wovon hier die 3 grössten abgebildet sind, zeigen sehr verschiedene Proportionen, wie die folgende Uebersicht ergibt.
| Höhe des Gehäuses | 28,0 | 26,0 | 22,0 | 19,7 | |
| Breite des Gehäuses | 18,5 | 16,6 | 14,3 | 13,3 | |
| Höhe der Mündung | 12,7 | 10,4 | 10,0 | 10,4 | |
| Breite der Mündung | 10,0 | 9,0 | 8,2 | 8,2 | mm |
Durch das Fehlen jedweder Kante an den Umgängen des Gehäuses ist die Zugehörigkeit der Exemplare zu P. rubicunda sehr wahrscheinlich; aber auch der Paludina Abyssinica von Martens (siehe [10] Mal. Bl. XIII. S. 97, Taf. 3, Fig. 7) stehen sie nahe.
Paludina unicolor Oliv. (juv?)
Fig. 8, 9.