Fig. 16, 27.

Dr. Baumann sammelte im Kagera-Nilquellgebiete 6 Stück einer zweifellos mit unicolor Oliv. verwandten, daher von mir vorläufig als eine Varietät von dieser bezeichneten Paludina-Form. Die Gehäuse sind leider stark gebleicht, besitzen einen engen, schwach gedeckten Nabel und setzen sich aus 6½, durch eine tiefe Naht getrennten Windungen zusammen. An der Oberseite der Umgänge läuft ein Kiel und unter diesem Spuren von 1-2 Längsrippen; nur an den Embryonalwindungen sowie an dem letzten Umgange, also vor der Mündung, fehlen diese Merkmale. Am deutlichsten sind die Rippen an der vierten Windung (vom Apex an gerechnet), d. h. hier bemerkt man eine Anzahl parallel laufender Längsstreifen.

Kleinstes und grösstes
Ex.
Höhe desGehäuses21,026,0
Breite ""16,020,5
Höhe derMündung11,513,2
Breite "" 9,210,3mm.

Ampullaria Gordoni Smith.

Fig. 33.

In der hier citirten Abhandlung beschreibt E. Smith zwei Ampullarien-Arten aus dem Victoria-See; die eine (Amp. nyanzae) ist eine Riesenform, indem sie 115 mm misst, und wurde von Rev. E. Cyril Gordon am Südende des Victoria-Sees gefunden; die andere, ebenfalls von Gordon gesammelt, jedoch nur in einem Exemplar, ist bedeutend kleiner (54 mm hoch) und unterscheidet sich von jener durch einen engeren Nabel und die weitere Mündung. Zu dieser letzteren Art, der Ampullaria Gordoni, gehören vermuthlich die 11 leider schlecht erhaltenen Stücke, welche Dr. Baumann vom Victoria-See gebracht hat. Eines von diesen ist 56 mm hoch und 48 mm breit und seine Mündung 45 mm hoch und 29 mm breit, die übrigen variiren in der Höhe zwischen 31 und 44 mm, in der Breite zwischen 26 und 35 mm. Die Höhe der Mündung ist in der Regel ungefähr gleich der Breite des Gehäuses. Der Nabel ist zur Hälfte von der Spindel bedeckt, die Farbe des Gehäuses aussen dunkelolivgrün, innen purpurroth bis braunroth; hauptsächlich am letzten Umgange laufen aussen zahlreiche dunkle Spiralbänder, welche entweder scharf getrennt von einander sind oder zu breiteren Bändern zusammenfliessen; dieselben scheinen nach innen durch.

Melania tuberculata Müller var.

Von dieser aus dem Victoria-See schon lange bekannten und immer schlechtweg als var. bezeichneten Lokalform der kosmopolitischen Melania tuberculata Mllr. brachte Dr. Baumann 10 Exemplare.