Ebenfalls zahlreich, doch nur von wenigen Fundorten, namentlich Umbugwe.
65. Tirumala PetiveranaDbld. Karsch l. c. p. 201, N. 84; Pagenst. l. c. p. 17
(Danais LimniaceCr.).
Nur drei Stücke von Umbugwe.
66. Amauris HaningtoniButl.
Ein Exemplar (♂) von Kisuani.
67. Amauris GabunicaAuriv. Ent. Tidskrift 1881, p. 39.
Zwei ♂ von Sogonoi.
Nymphalidae.
68. Atella PhalantaDru.
In Mehrzahl von Umbugwe, Iraku, Ussui, N. Urundi.
69. Argynnis Baumanni nob., n. sp.
Das Auffinden einer echten Argynnis-Art im ostafrikanischen
Faunengebiete hat allerdings durch die bereits erfolgte Publikation
der Argynnis Hanningtoni Elwes, (Trans. Ent. Soc. Lond. 1889,
p. 558, Fig.) aus dem Kilimanjaro-Gebiet seine grosse Bedeutung
für die bis dahin angenommene geographische Verbreitung dieser
Gattung verloren, bleibt aber immerhin noch ein faunistisch höchst
bemerkenswerthes Ereigniss.
Die vorliegende Art, welche einen ganz palaearctischen Habitus zeigt,
wurde auf den Missosi ya Mwesi im Imbo-Urundi-Gebiet im September
1892 in ca. 2500 m Seehöhe in 5 Exemplaren erbeutet, worunter sich
ein gut erhaltenes Pärchen befindet. Wir erlauben uns, die Art nach
Herrn Dr. Oscar Baumann zu benennen.
Baumanni gehört zu den kleinsten Arten dieses Genus, steht jedoch
mit keiner der Arten desselben in sehr naher Verwandtschaft. Der
allgemeine Habitus, die stark aufgeblasenen Palpen, der Ursprung
der zweiten Subcostalrippe (nach Schatz) genau am Schlusse der
Mittelzelle der Vorderflügel, sowie die durch eine feine Querrippe
geschlossene Mittelzelle der Hinterflügel sichern die Angehörigkeit
der Art zum Genus Argynnis F., wo sie zu Folge des fehlenden
Medianspornes der Vorderflügel in die Artgruppe »Brenthis Hb.«, und
mit Rücksicht auf die stark gestutzte Form der Hinterflügel am besten
zu Pales S. V. zu stellen wäre.
Die Oberseite der kurz- und breitflügelig erscheinenden Art ist
ziemlich hell und lebhaft rothgelb, der Basaltheil aller Flügel in
schmaler Ausdehnung grüngrau bestäubt und nur kurz behaart. Die
schwarze Zeichnung reduzirt sich auf den Vrdfl. auf fünf an den
Subcostalrippen liegenden und den Anfang von Binden bezeichnenden
Flecken längs des Vorderrandes, wovon nur der erste als Begrenzung
des dunkeln Basaltheils gekrümmt ist, während die übrigen breiteren
fast grade verlaufen. Unterhalb jedes dieser Vorderrandflecken liegt
ein schwarzer Punktfleck, wodurch eine schräg gegen die Flügelspitze
gerichtete Reihe solcher Punkte entsteht. Weiter findet sich noch
ein solcher Punkt von gleicher Grösse zwischen Dorsale und letztem
Medianast, welcher mit den beiden ersten Punkten der vorerwähnten
Schrägreihe die Endpunkte eines fast gleichseitigen Dreieckes
bezeichnet. Endlich ist noch eine aus 6 Punkten gebildete Querreihe
vor dem Saume vorhanden. Auf dem Htfl. liegt eine Reihe grosser
Punktflecke vor dem Saume (zwischen den Rippen) und finden sich nur
noch im Discus die Spuren feiner (beim ♀ grösserer) schwarzer Punkte.
Der Saum ist auf allen Flügeln breit schwarz bezeichnet, wodurch
helle Fleckchen der Grundfarbe eingeschlossen werden, welche auf den
Hinterflügeln länglich gestaltet sind. Die Rippen bleiben überall
hell. Die Franzen gelblichweiss, auf den Rippenenden breit schwarz
durchschnitten.
Die blassrothgelbe Unterseite des Vdfl. zeigt am Vorderrande vor
der Spitze einen blassgelben, dreieckig gestalteten Apicalfleck,
welcher saumwärts rothbraun begrenzt ist, woselbst die beiden
letzten Punkte der Saumreihe weiss und schwarz geringt erscheinen.
Sonst ist die schwarze Zeichnung der Oberseite auch hier, wenn
auch schwächer vorhanden; ebenso ist der lange Vorderrandsfleck,
welcher den gelben Apicalfleck wurzelwärts begrenzt in vier Punkte
aufgelöst. Die blassgelbe Unterseite der Hinterflügel zeigt nach
der gelben Saumlinie eine Reihe von 6, wenig glänzenden, und beim ♀
flacher gestalteten Silberflecken, welche wurzelwärts gegen Innen-
und Vorderwinkel an eine rothbraune Färbung stossen, innerhalb
welcher die hier weissgekernte Punktreihe der Oberseite liegt.
Danach folgt noch eine, der obenerwähnten Punktreihe parallel
verlaufende Serie unbestimmt begrenzter, rundlicher Silberflecken.
Der Basaltheil zeigt in der Mittelzelle einen auswärts scharf schwarz
begrenzten rothbraunen Fleck, innerhalb dessen ein kleiner runder,
schwarz umzogener Silberfleck liegt. Endlich findet sich noch ein
keilförmiger, auswärts rothbraun begrenzter Silberfleck an der Basis
zwischen der zweiten Dorsale und Mediana. In der Flügelmitte und an
der Basis liegen noch einzelne schwarze Striche meist als Begrenzung
der angegebenen rothbraunen Färbung.
Fühler sammt Kolben einfarbig schwarz. Die hellgelben Palpen dicht
schwarz behaart. Die Beine bräunlich. Der schwarze Körper namentlich
am Thorax dicht grünlich behaart. Vdfl.-Länge ♂ 17, ♀ 16 mm, Exp.
30-32 mm.
Das kleinere ♀ ist dunkler gefärbt und zeigt namentlich die schwarze
Fleckenbildung der Oberseite stärker ausgeprägt.
70. Hipanartia HippomeneHb.
Ein Exemplar von Mutyek.
71. Pyrameis AbyssinicaFeld.
Ebenfalls nur ein Exemplar von Mutyek.
72. Pyrameis Cardui L.
Zahlreich von verschiedenen Stationen.
73. Junonia CrebreneTrim. Pagenst. l. c., p. 22.
In Anzahl von Umbugwe, Ngoroïne, Ussui und Kiwaya.
74. Junonia CleliaCr. Pagenst. l. c., p. 22.
In sehr grosser Zahl von fast allen Stationen.
75. Junonia Orithya L. Pagenst. l. c., p. 23.
In Mehrzahl, var. BoopisTrim. von Ussui.
76. Precis Sophia F. Rghfr. Ann. Naturhist. Hof-Mus. VI, p. 460.
In geringer Zahl von Uyogoma.
77. Precis CloanthaCr. Karsch l. c., p. 176, N. 8; Rghfr., Usambára, p. 326.[32]
Eine Reihe von Stücken von Usukuma, Katoto, Ngoroïne.
78. Precis SesamusTrim. Rghfr. l. c., p. 460 (Amestris Drury).
In sehr grosser Zahl mit fast ganz verdunkelter Hinterseite von Urundi,
Ruanda, Usinja, Uha.
79. Precis AmestrisDru. Dewitz, Berl. ent. Z. 1885, Taf. II, Fig. 4, p. 142.
Ein genau mit der citirten Abbildung übereinstimmendes ♀ von Nord-Urundi.
80. Precis OctaviaCr. Karsch l. c., p. 176, N. 7.
Wenige Stücke von Umbugwe und Kisuani; zwei Stücke von Ussui gehören
der var. NatalensisStgr. an.
Ein weiteres ♀ stimmt gut mit der Abbildung bei Trim., South Afr. I,
pl. 4, Fig. 4, welches angeblich einen Hybrid vorstellen soll.
81. Precis Taveta l. c., p. 460, Taf. XV, Fig. 7.
Ein halbes Dutzend Stücke aus den Kilimanjaro-Niederungen und vom
Balangda.
82. Precis PelasgisGod.
Einige Stücke von Ngoroïne, Süd-Ruanda, Uha und Usukuma.
83. Precis KowaraWard.
Wenige Stücke von Ruanda und Uha.
84. Precis GuruanaRghfr.
Lebhaft gefärbte Stücke von Ngoroïne.
85. Precis PetersiiPagenst. (non Dewitz) l. c., p. 23, N. 42.
Mehrere Exemplare von Umba Nyika, Usige, Katoto gehören zweifellos zu
der von Pagenstecher unter Petersii verstandenen Form.
86. Precis TugelaTrim. South Afr., B. Vol. I, pl. 4, Fig. 5, p. 241.
Zwei Pärchen von Süd-Ruanda, wovon die ♂ auf der Oberseite mit lebhafterer
rother Binde als die ♀.
87. Precis ArchesiaCr.
Wenige Stücke von Nord-Urundi, Süd-Ruanda und Uyogoma.
88. Precis ArtaxiaHew.
Einige Stücke von Uha.
89. Precis ElgivaHew.
Von Ngoroïne, Ikoma, Sogonoi, aus den Kilimanjaro-Niederungen in
grosser Zahl.
90. Precis NatalicaFeld.
Von Katoto, Urundi, Uha, Urambo.
91. Precis MonrovianaStgr.
Eine Reihe von Stücken von Uha gehören wohl hierher.
92. Crenis RosaHew. Month. Mag. XIV, p. 82. Trim., South Afr. Butterfl. III,
p. 403 (= Pechuelii Dewitz).
Einige wenige Stücken von West-Unyamwesi und Ussui.
93. Crenis ConcordiaHopffr.
Nur zwei schlechte Stücke von Ussui.
94. Crenis BoisduvaliWallengr. Trim., South Afr. Butt. I, p. 252, Taf. 5,
Fig. 2, 2a.
Ein ♂ von Uyogoma, ein wahrscheinlich dazu gehöriges ♀ von Uha.
101. Charaxes EupaleDru. Karsch 1. c., p. 192, N. 61.
Ein Exemplar von Nord-Urundi.
102. Charaxes BohemanniFeld.
Ein beschädigtes ♀ von Uha stimmt vollkommen mit der Abbildung
bei Butl., Lep. Ex., Taf. 10, Fig. 3.
103. Hypolimnas Misippus L. Pagenst. 1. c., p. 25; Karsch 1. c.,
p. 179.
In sehr grosser Zahl von fast allen Stationen.
104. Euphaedra NeophronHopffr. Pagenst. 1. c., p. 25.
Wenige Stücke von Umba Nyika und den Kilimanjaro-Niederungen.
105. Pseudacraea ColvilleiButl. Aid to the Identif. II,
pl. 150, Fig. 1.
Ein ♂ von Urambo stimmt mit der citirten Abbildung bis auf
den Umstand überein, dass sich auch im grauen Apicaltheile der
Vrdfl. eine röthliche Stelle findet.
106. Hamanumida Daedalus F. Pagenst. l. c., p. 26.
In Mehrzahl von Umbugwe und Majita.
107. Aterica TheophaneHopffr. Pagenst. l. c., p. 26.
Ein fraglich hierher gehöriges grosses ♀ mit brauner
Hntfloberseite von Sogonoi.
113. Neptis AgathaCr. Pagenst. l. c., p. 24; Karsch l. c.,
p. 186.
In Mehrzahl von Uha, Usinja, Majita, Katoto und Ruanda.
114. Neptis MarpessaHopffr.
Nur ein ♂ von Ngoroïne.
115. Hipanis IlithyiaDru. Pagenst. l. c., p. 24; Karsch l.
c., p. 178.
In Anzahl von Sogonoi, Majita, Ngoroïne und Balangda.
116. Acraea NeobuleDbld. Karsch l. c. p. 197, N. 67; Rghf.
l. c. p. 325.
In sehr geringer Zahl von Kisuani und Meatu.
117. Acraea DoubledayiGuér. Pagenst. l. c. p. 18, N. 22.
Einige Stücke von Kiwaya, Ussure, Iraku und Ussandaui.
118. Acraea Encedon L. Pagenst. l. c. p. 17, N. 21; Karsch l. c.
p. 197, N. 66.
In grosser Zahl beiderlei Geschlechtes von Umbugwe, Katoto,
Ussui, Meatu, Ikoma. Die ♀ mit und ohne weisse Subapicalbinde.
119. Acraea AnemosaHew. Pagenst. l. c. p. 18, N. 25.
Eine Anzahl Exemplare nur von Kiwaya.
120. Acraea CaffraFeld.
Ein ♀ von Kiwaya.
121. Acraea EginaCr. Karsch l. c. p. 198, N. 70.
Wenige Exemplare von Iraku und Imbo Urundi.
122. Acraea Serena F. Pagenst. l. c. p. 20, N. 32; Karsch l. c. p.
198, N. 72.
In grösserer Zahl von Ngoroïne, Ururi, Uha.
123. Acraea CabiraHopffr. Pagenst. l. c. p. 21, N. 23.
Die ♂ in Anzahl von Usinja, ein ♀ von Usukuma.
124. Acraea Acerata Hew.
In einiger Anzahl von Uha.
125. Acraea Bonasia F. (cfr. Holland, Ann. und Mag. 6. Dezember
1893, p. 247.)
Einige Stücke von Imbo Urundi.
126. Acraea NeluscaOberth. Etud. III., p. 25, pl. II.,
Fig. 3.
Ein ♀ aus dem Vorlande (Usambára).
127. Acraea OnceaHopffr.
Ein ♂ von Ussandaui.
128. Acraea EsebriaHew. Stgr. Exot. Tgfr., Taf. 33, p. 85.
Drei Exemplare von Mangi stimmen vollkommen mit Stgr.'s
Abbildung.
129. Acraea OreasSharpe. Proc. Zool. Soc. Lond. 1891, p.
193, pl. XVII. Fig. 5.
Ein Exemplar von Katoto, grösser als in Sharpe's Abbildung,
aber vollkommen übereinstimmend.
130. Acraea ConfusaRghfr. (= Johnstoni Butl., non
Godm.). Ann. d. naturh. Hof-Mus. VI., 1891, Taf. XV., Fig. 5.
Nur ein ♀ von Iraku; Holland (Ann. und Mag. 6. Dezember
1893, p. 249) vereinigt eine Reihe nahestehender Formen unter
Johnstoni Godm.
Satyridae.
131. Gnophodes ParmenoDbld. Karsch l. c. p. 211, N. 102.
Nur ein Exemplar von Usinja.
132. Melanitis Leda L.
In Mehrzahl von Umba Nyika und Kisuani.
133. Melanitis Bankia F.
Von Usinja, Katoto, S. Ruanda, Uha und Usige.
134. Dichothyris KeniaRghfr.
Wenige Stücke von Usinja. Das Genus Dichothyris wurde erst
kürzlich von Karsch l. c. p. 203 aufgestellt. (cfr. Aurivill
Tidsk. 1893, 271.)
135. Mycalesis SafitzaHew. Pagenst. l. c. p. 27, N. 55;
Karsch l. c. p. 206, N. 90.
In grosser Anzahl namentlich von Süd-Ruanda und Usinja. Die
beiden Formen Eusirus Hopffr. und Evenus Hopffr. scheinen
generationsweise zu alterniren.
136. Mycalesis PerspicuaTrim.
Eine Anzahl Exemplare nur aus den Kilimanjaro-Niederungen und
von Kisuani.
137. Mycalesis MaeviusStgr. Exot. Tgf. p. 229, Taf. 82.
Nur drei Stücke von Ussui ganz mit Stgr.'s Abbildung stimmend.
Die Art ist der vorigen ähnlich aber kleiner, der helle
Querstreifen der Unterseite fast ganz gerade, die Punktaugen
der Hntfl. daselbst sehr klein.
138. Mycalesis DanckelmaniRghfr. Pagenst. l. c. p. 27, N.
56.
In sehr geringer Zahl von Usinja.
139. Yphtima AsteropeKlug. Pagenst. l. c. p. 26, N. 54;
Karsch l. c. p. 211.
In Mehrzahl von Elmarau, Ngoroïne, Majita, Katoto. Ein Exemplar
♂ von Ngoroïne weicht dadurch ab, dass die Unterseite der
Hntfl. viel dunkler, das obere Auge des Innenwinkels, sowie
jenes unter dem Costalrande bedeutend grösser ist, als bei
syrischen Stücken.
140. Physcaeneura LedaGerst. Pagenst. l. c. p. 28.
In geringer Zahl von Ufiomi und aus dem Vorlande.
Lycaeniden.
141. Lycaena JobatesHpffr.
Nur ein kleines ♀ aus den Kilimanjaro-Niederungen.
142. Lycaena AsopusHpffr. Pagenst. l. c. p. 28, Karsch l. c. p. 226.
In Anzahl von Kiwaya und Ussui.
143. Lycaena OsirisHpffr. Karsch l. c. p. 226, N. 133.
Nur ein schönes ♂ von Ngoroïne.
144. Lycaena Baeticus L.
Von Uha, Ussui und Usukuma.
145. Lycaena TelicanusHb.
In grosser Zahl aus dem Kilimanjaro-Vorlande, Uha und Ussui.
146. Lycaena LingeusCr. Karsch l. c. p. 276, N. 135.
Nur wenige Stücke von Usinja.
147. Lycaena JesousGuér.
Einige wahrscheinlich hierher gehörige Stücke von Ussui.
148. Lycaena ArtemenesMab. Faun Madag. pl. 27, Fig. 3, 4, p. 209.
Drei Exemplare von Mutyek.
149. Lycaena CordatusSharpe. Proc. Zool. S. Lond. 1891, p. 636, pl. 48,
Fig. 4.
Drei Exemplare von Sirwa, Mangati und Mutyek stimmen auf der Oberseite
ganz mit der citirten Abbildung; die Unterseite ist dunkler und zeigt auf
den Hntfl. die Flecken zu einer Binde vereint.
150. Hipolycaena Philippus F.
Wenige Stücke von Kisuani.
151. Dipsas AntalusHpffr.
Von Ussui, Katoto und Mangati.
152. Zeritis spec. bei MolomoTrim.
Ein einzelnes etwas beschädigtes ♀ von Ussandaui gehört wahrscheinlich
einer unbeschriebenen Art bei Molomo Trim. und Damarensis Trim. (Proc.
Z. S. 1891, p. 90, pl. IX., Fig. 17 ♂) an. Die gelbbraune Oberseite entbehrt
bis auf eine sehr schmale Saumbinde jeder schwärzlichen Zeichnung. Die
Hntfl. zeigen nach der Mitte des Vorderrandes einen gerundeten schwärzlichen
Flecken. Die Unterseite scheint gut mit jener von Damarensis übereinzustimmen.
Exp. 30 mm.
153. Chrysophanus Perion Cr.
Je ein einzelnes ♂ von Mangati und Uha.
154. Alaena Caissanob.nov. sp.
Ein Pärchen einer Alaena Art, wovon namentlich das ♂ sehr gut erhalten
ist, wurde im Hügellande bei Ngoroïne in circa 1500 m Seehöhe im Mai 1892
erbeutet, und lässt sich mit keiner der sechs bisher bekannt gemachten Alaena
Species[33] vereinen.
Die Vrdfl. gestreckt, beim kleineren ♂ mit schärferer Spitze und
schrägerem Saume. Grundfarbe aller Flügel schwarzgrau. Zeichnung
weiss. Letztere besteht auf den Vrdfl. in drei hintereinander
liegenden Flecken der Mittelzelle, wovon der Basis zunächst
befindliche keilförmig gestaltet und undeutlich ist, wogegen die
beiden folgenden gerundet sind, und der an die Querader stossende
Fleck am grössten und hellsten erscheint. Ferner tritt hinter
der Mitte eine schmale, stark geschwungene Querbinde auf, welche
wurzelwärts scharf begrenzt erscheint und überall durch die
Adern schwarz durchschnitten wird. Sie tritt zwischen dem letzten
Subcostalaste und den Radialästen am stärksten saumwärts vor, geht
hierauf zwischen den Medianästen, wo sie breiter wird, wieder stark
wurzelwärts zurück und reicht gegen den Innenrand zu nur bis zur
Dorsale.
Auf den Hntfl. ist nur eine weisse Mittelquerbinde vorhanden, welche
dem Saume parallel verläuft, zwischen den Radialästen am breitesten
ist, wurzelwärts sich in getrennte kleinere Flecken auflöst und gegen
den Vorderrand (beim ♂) nur bis zum ersten Subcostalaste reicht.
Das grössere ♀ zeigt auf der Oberseite eine etwas blassere Grundfarbe
als das ♂, so dass gegen den Saum zu die helle Fleckenzeichnung der
Unterseite durchscheint.
Die helle Unterseite ist durch eine sehr nahe dem Saum der Vrdfl.
verlaufende schwärzliche Querlinie und durch die fast gleichmässig
gewürfelt erscheinenden Hntfl. des ♀ sehr ausgezeichnet.
Beim ♂ ist auf den Vrdfl. der Vorderrand, die Mittelzelle, sowie ein
unbestimmter Raum nach derselben (jedoch nicht der Apicaltheil),
sowie eine Mittelbinde der Hntfl. gelblich. Beim ♀ bleibt die
Grundfarbe der Unterseite weiss.
Auf den Vrdfl. reiht sich an die drei weissen Flecken der Mittelzelle
nach aussen zu noch ein vierter, gleichmässig schwarz umzogener Fleck
an. Gegen Vorderrand und Saum zu sind die Rippen schwarz angelegt,
unter der Spitze zieht sehr nahe und parallel dem Saume eine feine
schwärzliche Querlinie, welche beim ♂ bereits auf der Mediana endigt,
beim ♀ aber bis gegen den Innenrand deutlich bleibt. An der Basis
der Hntfl. liegen drei Reihen unregelmässig geformter Würfelflecken,
und vor dem Saume eine Doppelreihe solcher Flecken. Der schmale
Raum zwischen Basal- und Saumflecken ist nur beim ♂ gelb ausgefüllt,
bleibt jedoch beim ♀, welches die schwarze Zeichnung der Unterseite
breiter zeigt, weiss. — Franzen weiss, auf den Rippenenden schwarz
gefleckt. Körper und Fühler schwärzlich, letztere auf der Unterseite
mit weisslichen Fleckchen. Die Palpen, Beine, sowie die Bauchseite
des weisslich geringten Hinterleibes sind rostgelb. Ebenso gefärbt
sind auch einige abstehende Haare im Nacken. — Vrdfllänge des ♂
13,5, ♀ fast 16, Exp. 26 respektive 30 mm.
Caissa unterscheidet sich wohl von sämmtlichen vorerwähnten
Alaena-Arten durch die geringe Breite der weissen Mittelquerbinde.
Die auch sonst entfernter stehenden Amazoula B. und Hauttecœuri
Oberth. sind überdies im männlichen Geschlechte bräunlich gefärbt;
Nyassa Hew. hat ungescheckte Franzen. Interposita Butl. und
Major Oberth. sind grösser, erstere zeigt auch noch helle Flecken
im Saumfeld.
Am nächsten vorliegender Art kommt jedenfalls die nur sehr mangelhaft
beschriebene Johanna Sharpe, bei welcher über das Aussehen der
Unterseite und über das Geschlecht der Type kein Wort erwähnt ist.
Caissa scheint sich auch von dieser Art durch die drei weissen
Flecken (statt einer weissen Linie) der Mittelzelle der Vrdfl., und
durch noch schmälere Mittelbinde, welche sich hier im Discus der
Hntfl. erweitert, zu unterscheiden.
Sowohl Trimen [South Afric. Butterfl. II. (1887) p. 222] als auch
Schatz (Famil. und Gatt. der Tagf. p. 280, Taf. 50) weisen auf Grund
selbstständig vorgenommener Untersuchungen dem Genus Alaena B. die
Stellung in der Familie der Lycaeniden an.
Hesperidae.
155. Pyrgus DiomusHpffr.
Drei Exemplare von Sogonoi und Usinja.
156. Pamphila Mathias F., Pagenst. l. c. p. 31, N. 71.
Einige Exemplare von Usukuma, Simangiro und Umba Nyika.
157. Ismene ForestanCr. Pagenst l. c. p. 31, N. 73; Karsch l. c. p. 265, N. 217.
Nur ein Exemplar (♂) von Serengeti.
158. Ismene Pisistratus F. Karsch l. c. p. 266, N. 218.
Je ein Exemplar von Usukuma und Katoto.
159. Ismene AnchisesGerst.
Nur drei Stücke aus der Kiwayasteppe und von Iraku.
160. Oxynetra ZambesiacaWestw.
Nur ein Exemplar von Ussui.
161. Pterygospidea MorosaRghfr. Ann. des k. k. naturhist. Hofmus. 1891,
p. 463; Djaelalae Pagenst. l. c. p. 31, N. 72.
Nur ein Exemplar von N. Urundi, mit der Type übereinstimmend. Nach
den kurzen Angaben über die Unterseite bezieht sich Pagenstecher's Citat für
Djaelalae auf diese Art.
162. Pterygospidea JamesoniSharpe. Ann. a. Mag. N. H. 6 ser Vol. VI, p. 348
(1890); Trim. Proc. Zool. Soc. Lond. 1891, p. 106, Pl. IX, Fig. 25.
Drei ganz mit der citirten Abbildung übereinstimmende Exemplare von
Unyamwesi.
163. Abantis Amneris nob., n. sp.
Eine Reihe von Stücken beiderlei Geschlechts einer Abantis-Art aus
der Kiwayasteppe und von Umbugwe hielten wir wegen der rein weissen
Grundfarbe der nur schwarz gesäumten Flügel zu Levubu Wallgr.
(Trim. South Afr. B. III, p. 345, pl. XII, Fig. 5) gehörig. Eine
nähere Untersuchung ergab jedoch, dass hier eine andere, der Levubu
allerdings sehr nahestehende Art vorliege, zu deren Kenntlichmachung
es nur der Angabe der unterscheidenden Merkmale bedarf.
Flügelspannung 35 mm. Der Grund aller Flügel ist auf Ober- und
Unterseite rein weiss, ohne die schwarzen Adern von Levubu, nur die
Submediana der Hinterflügel (Rippe 1b) ist schwarz und schliesst auf
der Unterseite zwischen sich und der Innenrandsrippe (Rippe 1a) einen
gegen die Basis schwarz gefärbten Raum ein.
Weiter ist die schwarze Apicalzeichnung der Vorderflügel viel
breiter, wodurch der bei Levubu abgeschnittene Theil der weissen
Grundfarbe in kleine gerundete Flecken aufgelöst erscheint, wovon
nur die drei ersten zusammenhängen, während die beiden kleinen
Flecken unter dem Vorderrande von einander getrennt bleiben. Auch die
Saumflecke selbst sind kleiner und gerundeter.
Alles Uebrige, namentlich die Bildung und Färbung der Palpen,
sowie die lebhaft gelbgefärbten Schulterdecken, scheint mit Levubu
vollkommen übereinzustimmen.
Letztere Art hat jedenfalls auch in (Sapaea) Lactea Plötz (Stett. e.
Z. 1885, p. 36) eine nahe Verwandte, welche sich jedoch zu Folge der
Beschreibung durch gelbgesäumte Abdominalsegmente, durch schmalen
schwarzen Vorderrand der Vorderflügel und die auf der Unterseite
geschwärzte Rippe 8 der Hinterflügel gewiss specifisch von Amneris
trennt.