"Nu ja, in Gottesnamen, es wird schon wieder werden!" schloß er und legte sich zu Bett. Machtlos stand Anna vor diesem Stumpfsinn. Vor Verbitterung zitterte sie am ganzen Körper und faustete in einem fort die Hände.
"Herrgott, es ist ja zum Davonlaufen!" schrie sie auf einmal:
"Meinetwegen—ich geh!" Sie schmiß heftig die Tür zu. "Dummes
Frauenzimmer!" Er stieg aus dem Bett, rief ihr nach, aber es
antwortete niemand mehr.
Wegen solcher Dummheiten war man plötzlich aus der Ordnung gerissen.—Er schloß die Tür wieder.
Der Nachtschlaf war auch zum Teufel.—
Er kleidete sich schließlich an und ging sie suchen.
Ohne nachzudenken, wanderte er zur Fleischgasse und fand sie auch dort. Bereits stand ein Herr in einem hellen Regenmantel vor ihr und lispelte. Johann trat an die beiden heran und riß Anna weg: "Unsinn! Komm!"
"Ich mag nicht!" knirschte sie eigensinnig und wollte sich losmachen.
Der Herr im Regenmantel ergriff ihre Partei und begann zu brüllen. Er schwang schon den Stock und wollte auf Johann einbauen. Da kam ein Schutzmann eiligen Schrittes angeflitzt, notierte den Namen des Herrn und nahm die beiden mit auf die Wache.
Alles Gejammer Annas half nichts. Das Erklären Johanns war vergebens.
Sie mußten mit.
Häßlich, wie das Mißgeschick die Menschen gemein macht! Auf dem ganzen Weg überschüttete Anna Johann mit den wüstesten Schimpfworten und schließlich riß auch diesem die Geduld.