Und die Schätzpreise waren spottniedrig.
Es gab kein Zurück mehr. Mißmutig fügten sich die Bauern.
"Eine Bahn! Eine Bahn! hat alles geschrien!—Jetzt haben wir's!" polterte der Gleimhans beim Lechl; "ich hab's immer schon gesagt: es kommt nichts Besseres nach! Wo man mit der Regierung zu tun hat, ist Schwindel!"
Und die anderen, die am Tisch saßen, sahen ihn finster an. Finster und besiegt, überlistet und ratlos.
"Müssen ja doch! Hilft uns alles nichts!" brummte der Reinalther und spuckte wütend aus. Und manchmal sagte ein Verärgerter: "Ach was,—ich verkauf mein ganzes Zeug dem Jürgert und mach' ihm einen saftigen Preis! Dann kann der sich mit der Regierung herumstreiten!"
Kaum einer—so schien es—hörte darauf. Aber dann wiederholte es sich des öfteren. Schüchtern klang es erst. Allmählich erzeugte es nachdenkliche Gesichter und dann—dann sah man eines Tages den Reinalther aus der "Ferkelburg" herausgehen. Keiner fragte nach dem Grund dieses Besuches. Zwei-, dreimal wiederholte er sich und wieder einmal fuhr die schwarze Kutsche aus dem Tor der "Ferkelburg". Reinalther und Michael saßen hinten drinnen, der Italiener auf dem Bock. Es ging Greinau zu.
"Warum hast deine Alte nicht mitgenommen?" fragte Michael im
Dahinfahren.
"Brummt und brummt bloß! Hat keinen Verstand für so was!" antwortete der Bauer mit leichtem Ärger.
"Hat's doch schön jetzt! Kann sich in die Stub'n sitzen und privatisieren!" meinte Michael fast ermunternd.
"Freilich! Das hab ich ihr doch schon hundertmal gesagt! Aber sie meint halt immer: 'Der Feschl! Der Feschl—wenn er von der Fremd' kommt—könnt' eine schöne Metzgerei aufmachen und hat jetzt auf einmal keine Heimat mehr!" redete der Reinalther in die Luft, als spräche er mit sich selbst.