Während die Apostel sich eifrig unterhalten und eine peinliche Empfindung durch den ganzen Saal geht, starrt der Alte mit glühendem Kopfe schwer keuchend vor sich hin; er wird immer dunkler im Gesicht, kollert und rasselt; ein Erstickungsanfall scheint im Anzuge zu sein; er fuchtelt mit den Armen herum; wirft Decken und Krücken von sich; stöhnt und brüllt; man eilt ihm zu Hilfe; bringt Spuckschale, Flaschen und ätherische Flüssigkeit; Maria ist besorgt aufgesprungen; Christus, vor Schwäche sitzen bleibend, blickt mit lechzenden, glasigen Augen herüber; große Verwirrung. Der Alte weist aber alle Hilfe und Unterstützung mit wilder Gebärde von sich, nimmt alle Kraft zusammen und brüllt mit furchtbarer Anstrengung.

GOTT VATER. Ich will sie zerschmeißen—zertreten—im Mörser meines Zornes—zerschmettern. (ist im Begriffe, sich zu erheben und zu einem allmächtigen, unwiderruflichen, mit der Tat identischen Schlag auszuholen).

CHERUBIM (stürzt in diesem Moment hervor, wirft sich vor dem Alten hin, mit flehender Stimme). Heiligster, göttlichster Vater, morgen ist Ostern!—Drunten essen sie das Passah-Mahl!

CHOR DER APOSTEL, MÄRTYRER, ÄLTEREN ENGEL (einfallend). Sie essen das Passah-Mahl.

GOTT VATER (der innegehalten). Was essen sie?—

CHERUBIM UND DIE ANDERN. Sie essen das Passah- Mahl!

GOTT VATER (blickt verwundert um sich). Das Passah-Mahl essen sie?

CHOR DER APOSTEL. Sie essen das Osterlamm!

CHERUBIM . Sie essen das Abendmahl?

GOTT VATER (sich besinnend). Das Abendmahl?