”Hahaha!“ lachte der Mensch; ”da bin ich aber mal schön weich gefallen.“
”Was! Du lachst noch?“ brüllte Rumbo, ”dich werde ich übermorgen fressen.“
”Mich?“ rief der Mensch, — ”dazu bist du ja viel zu dumm. Ehe du mich ergreifst, bin ich schon ganz wo anders.“
Und richtig, wie Rumbo nach ihm fassen wollte, saß der Mensch schon in seinem linken Ohre und schrie hinein: ”Du großer Esel!“
Rumbo begriff, daß das eine Majestätsbeleidigung war und wollte ihn sich mit seinem kleinen Finger (Klein! — Du lieber Gott! Er hatte die Ausdehnung von Frau Klara Ziegler!) aus dem Ohre trillern, aber da war der Mensch schon lange weg. Und wo saß er? Im Winkel des linken Auges und kitzelte den Riesen.
”Geh weg!“ schrie Rumbo, ”das kann ich nicht leiden.“ (Es war ihm, wie wenn uns eine Mück ins Auge gekommen ist.)
Der Mensch aber sagte: ”Nicht eher, als bis du mir versprichst, mich in Ruhe zu lassen.“
”Ja doch, ja doch,“ brüllte der Riese, ”mach nur, daß du aus meinem Auge 'rauskommst. Das ist zu widerwärtig.“
”Siehst du wohl?“ sagte der Mensch, ”was Kleines kann auch unangenehm werden“, und er setzte sich auf eine Warze, die sich wie ein mit Gras bewachsener Hügel, über und über mit Haaren bedeckt, auf des Riesen Nasenspitze erhob.
”Das ist ein angenehmer Aussichtspunkt,“ sagte er, wie er dort saß, indem er vergnüglich mit den Beinen baumelte und sich eine Zigarre anzündete. ”Ich habe zwei Seen vor mir, die von Tannen umgeben sind, und dahinter ist ein Gebirge mit vielen Schluchten, und hoch oben ein Wald von roten Bäumen. Diese Landschaft verdient einen Stern im Bädeker; ich werde hier ein Aktienhotel gründen.“