Und was konnte ein ehrlicher Schlosser in die Wagschale werfen gegen ihn, der alle wohlriechenden Wässerlein zu verschenken hatte und selber roch wie der Stöpsel einer Eau de Cologne-Flasche?
Es war nicht verwunderlich und es war nicht das erstemal, daß unscheinbare Tüchtigkeit vor dem glanzvollen Nichts zurückstehen mußte.
Jungfer Babette kam nicht mehr an den Gartenzaun, und Anton saß in seiner Kammer und schaute über die Dächer zum Nußbaum hinüber, unter dessen Zweigen er glücklich gewesen war.
Er nahm ein Büchlein zur Hand, das hatte einen blauen Einband, und darauf stand mit silbernen Buchstaben: Lebensweisheit in Versen.
Er blätterte darin und fand ein Gedicht, welches seiner Trauer angepaßt war.
Lenz und Herbst.
Die Blumen weinten in der Maiennacht
um des geschiednen Tages süße Wonne.
Der Morgen kam. O sieh die Tränenpracht!
Zu Diamanten schuf sie um die Sonne.