Wir sahen uns um und genossen den Anblick von gut drei Dutzend aufgeregter Damen verschiedenen Alters, aber gleichen Metiers, die, Eisenfeilspänen gleich, wenn der Magnet sie in seine Sphäre gezogen hat, allesamt auf einen Punkt zuschossen: in den Nebensaal zu einem anderen grünen Tische, wo ein unangenehm schöner junger Herr stand, durchaus und ausschließlich damit beschäftigt, Tausendfrankennoten in ein enormes Portefeuille zu stopfen.

»Redner wird beglückwünscht,« sagte ich zu meiner Frau.

»Glaubst du wirklich, daß er fünfzig-, sechzigtausend Lire gewonnen hat?« sagte sie.

»Nach der Ovation zu urteilen, die ihm Fortunas Cousine, die eifersüchtige Venus, bringt, gewiß. Du kannst dich darauf verlassen, daß er diesen Tag nicht als Einsiedler beschließen wird,« sagte ich.

»Diese Unanständigkeiten interessieren mich gar nicht,« sagte sie.

»Ich finde es gar nicht unanständig, sechzigtausend Franken zu gewinnen, und bin jeden Augenblick zu der gleichen Unanständigkeit bereit,« sagte ich.

»Ich auch,« sagte sie, und ging in den Nebensaal zu dem anderen grünen Tische.

Sie hatte es sehr bald heraus, daß es dort in Einsatz, Gewinn und Verlust erheblich anders kleckte, als bei unserer zahmen Roulette.

»Ich glaube,« sagte sie, »wir versuchen es einmal hier.«

»Aber,« sagte ich, »ich denke, du hast kein Glück mehr?«