Und sie stiegen in die Rüstkammer, schnallten sich die Harnische um, ergriffen die gewaltigen Schlachtschwerter, vergaßen auch nicht die dicken Streitkolben, setzten sich die Helme mit den Wolfsrachen aufs lockige Haupt und schwangen sich auf die ebenso mutigen wie dicken Rosse.
Hei, wie wieherten die, als es im Donnersaus über die Zugbrücke ging und dann am Walde entlang zum Unkenteiche!
Der alte Christoph, der einzige Knecht, der den dreien nicht davongelaufen war (weil er Rheumatismus hatte und nicht laufen konnte) und der nun alle männlichen Ämter bekleidete, die es auf einer rechtschaffenen Ritterburg gibt, zog die Zugbrücke wieder hoch und knurrte in seinen grauen Bart: Wenn sich wenigstens einer von den dreien den Hals brechen wollte!
Dann ging er hin und wunderte sich, daß das alte Reibeisen tot war.
Unterdessen lagen die drei Junker hinter den Kreuzwegbuchen am Unkenteiche und ließen die Weiblichkeit des Dorfes Sankt Ursula Revue passieren, die in die Kapelle zum Rosenkranz ging.
Es waren aber meistens alte Weiblein, die da mit dem Rosenkranz vorbeihumpelten, und die drei hatten auf dem Hinritt beschlossen, keine Alte zu fangen. Denn, wie Rolf sehr richtig bemerkt hatte: Eine Alte stirbt bald, und dann haben wir gleich wieder Wechsel. Und sich ewig an neue Köchinnen gewöhnen müssen, ist lästig.
Eine Junge also! Den Spieß drehen und Betten machen kann schließlich jede, und die richtige Reibeisentradition wollen wir ihr schon beibringen.
Aber, wie nun auch Junge vorüberkamen, setzten sie doch ihren Gäulen nicht sogleich die Zinken ein und fuhren drauflos, sondern es gab über jede ein kritisches Gewispere und mancherlei Aussetzungen hinter den Buchen;
Zu dick!
Zu dürr!