Überraschenden Erfolg hat häufig das Abwaschen der Deckenvergoldung. Laues Wasser und Schmierseife genügen in den meisten Fällen, um Jahrhunderte alten Schmutz zu entfernen. Die Ergänzung einzelner Fehlstellen in der Vergoldung bewirkt man am besten durch Einmalen von Muschelgold. Mit Rollen und Fileten erhält man ein zu blankes Gold, das man erst trüben muß, um es in Übereinstimmung mit der alten Vergoldung zu bringen.
Beschläge dürfen nur mit Sodawasser oder Seife ausgewaschen, nicht aber geputzt oder gar blank gebeizt werden. Sind die Knöpfe an den Ecken vom Gebrauch durchgerissen, so müssen sie unter Einlage eines abgepaßten und nachgetriebenen Stückchens Messing ausgelötet werden. Neu einzunietende Stifte läßt man vorher ausglühen, damit sie dunkel anlaufen.
Die erneuerten alten Decken mit Lack zu überstreichen, ist nicht ratsam, da der Glanz des Lackes unangenehm ins Auge fällt. Am besten ist es, die Fläche mit ein wenig Olivenöl einzufetten und mit einer Wachsbürste abzubürsten.
Eckstück von einer abgeriebenen Decke, Ende des 17. Jahrh. Kunstgewerbemuseum zu Leipzig.
Abgeriebene Decke. Ende des 17. Jahrh. Kunstgewerbemuseum zu Leipzig.