An diesem Hof,
wo alles Spiel ist:
Liebe und Haß,
Wollust und Mord –
geh' ich umher und suche
den schauernden Ernst der Lust;
suche ich den,
der meine Seele trunken macht.
Schamlos wie je ein Weib,
schäm' ich mich mehr als je ein Weib,
daß ich mich immer verschwendet habe,
Reichtum nie mit Reichtum getauscht.

(Mit ihren Fäusten ihre Brust schlagend):

Wieder die Stimme,
die mich verlockt: Bist du's,
der meine Seele trunken macht?

Eudokia:

Wessen bedarf es,
als eines Winks,
daß er zu deinen Füßen liegt?

Theophano (aufstehend):

Nein! –
Wenn mein Bruder nicht wäre,
der liebe Narr,
der in weißen Wolken wandelt!
Er ist sein Freund –
ich wag' es nicht.

Eudokia:

Wag' es nur immer!

Theophano (herrisch):