Harald!

(Ergreift ihn bei der Hand und führt ihn zur Marmorbank.)

Harald

(sitzt am äußersten Ende der Bank, nach dem Garten hin):

In jenen Klostermauern,
da meine Jugend wuchs,
sah ich mit Augen nur ernste Mönche,
hört' ich mit Ohren nur Singen und Beten.
Doch in mir lebte ein andres Leben;
woher mir's gekommen, ich weiß es nicht.
Brennende Sehnsucht lohte in mir
nach Glanz und Pracht,
nach rauschenden Festen,
nach stürmischer Stunden süßer Gewalt.
Und schöne Frauen
schritten durch meine Träume,
liebreich und hold,
daß mir die Tränen entstürzten,
wenn ich jählings erwacht.
Dann kam die Stunde – dann kam Byzanz:
Und ich sah dich, Theophano!
Du Strahlende,
vor dir versinkt die Pracht Byzanz',
Du einzig Schöne, mit dir
will ich die purpurnen Feste feiern,
die meine trunkene Seele sah.

Theophano:

Mit mir
sollst du die purpurnen Feste feiern,
die deine trunkene Seele sah.

Harald:

Theophano!

Theophano: