Herr Jesus Christ, sei bedankt,
daß du das Schwert mir schlugst
aus der Hand!
Herr Jesus Christ, nun führe mich du
auf deinem Weg zum Frieden!
(Auf einen Wink Theophanos tritt jetzt der Henker herzu und entfesselt Harald. Der reckt die Arme hoch empor und tut einen Schritt auf den noch immer knieenden Alexios zu. Von Theophanos Hand wird er zurückgehalten. Alexios erhebt sich. Indem er sich der Versammlung zuwendet, nimmt er von seiner Brust den Ölzweig, das Geschenk des Abbas. Sein Blick, der zuerst die Anwesenden umfaßte, scheint nun ins Weite, Leere gerichtet. Ganz entrückt, visionär):
Ich wollt' am Throne steh'n,
als ein Diener Christ's des Herrn.
Lächelnden Frieden wollt' ich führen
Durch die schauernden Gassen der Stadt.
Die Stadt will meinen Frieden nicht – – –
Die Schwester selbst ist wider mich.
(Er läßt den Purpurmantel von den Schultern fallen und nimmt den Reifen von der Stirn):
Nehmt zurück, was ihr mir brachtet,
dieser Welt Herr kann ich nicht sein!
(Langsam schreitet Alexios die Stufen des Thrones herab, durch die schweigende Versammlung dem Tor im Hintergrunde zu.)
Ein Getreuer
(sich ihm in den Weg werfend):
Erhabener, geh' nicht hinaus,
sie werden dich töten!
Schone den jungen, geheiligten Leib!