Wie das?

Er will fort, man hat ihm den Weg nicht verlegen können. Aber wir sind gewiß, daß es der Republik zum größten Schaden gereicht, wenn er wirklich bis Wien kommt. Die Vorwände seines Urlaubs sind nichtig. Der wahre Grund ist, daß er Dinge in Wien zu melden hat, die er selbst einem geheimen Kurier nicht anzuvertrauen wagt. Und darum liegt alles daran, daß die Reise verhindert wird.

So verhindert sie. Sein Gehen oder Bleiben ist mir völlig gleichgültig.

Ihr habt das leichteste Mittel in der Hand, Leonora, ihn hier festzuhalten.

Das wäre?

Ihr sendet ihm jetzt sogleich eine Botschaft, daß er kommen möge, um Euch weniger grausam zu finden als bisher. Wenn er dann, wie unzweifelhaft ist, sich noch in dieser Nacht bei Euch einfindet, so sorgt Ihr dafür, daß er bald darauf erkrankt.

Sie unterbrach ihn rasch. Ich habe einen Schwur getan, sagte sie, in dergleichen Zumutungen nie wieder zu willigen.

Man wird Euch Eures Schwures entbinden und Euer Gewissen beruhigen, Leonora. Auch ist die Meinung nicht, daß das Mittel tödlich sein soll; dies wäre sogar ernstlich zu verhüten.

Tut, was Ihr wollt, sagte sie. Aber mich laßt aus dem Spiel.

Euer letztes Wort, Gräfin?