In diesem Augenblick trat das Mädchen hinter der Mauer hervor, die den gewundenen Weg einfaßt. Laurella! sagte der Pfarrer. Was hat sie in Capri zu tun?
Antonino zuckte die Achseln.—Das Mädchen kam mit hastigen Schritten heran und sah vor sich hin.
Guten Tag, l'Arrabbiata! riefen einige von den jungen Schiffern. Sie hätten wohl noch mehr gesagt, wenn die Gegenwart des Curato sie nicht in Respekt gehalten hätte, denn die trotzige stumme Art, in der das Mädchen ihren Gruß hinnahm, schien die Übermütigen zu reizen.
Guten Tag, Laurella, rief nun auch der Pfarrer. Wie steht's? Willst du mit nach Capri?
Wenn's erlaubt ist, Padre!
Frage den Antonino, der ist der Patron der Barke. Ist jeder doch
Herr seines Eigentums und Gott Herr über uns alle.
Da ist ein halber Carlin (3), sagte Laurella, ohne den jungen
Schiffer anzusehen. Wenn ich dafür mit kann.
{ed. (3) Carlino: alte neapolitanische Münze }
Du kannst's besser brauchen, als ich, brummte der Bursch und schob
einige Körbe mit Orangen zurecht, daß Platz wurde. Er sollte sie in
Capri verkaufen, denn die Felseninsel trägt nicht genug für den
Bedarf der vielen Besucher.
Ich will nicht umsonst mit, erwiderte das Mädchen und die schwarzen
Augenbrauen zuckten.