Demnach sind als bisherige Ursachen mangelnder Leistungsfähigkeit nachgewiesen:
1. Die Anhäufung von Kohlensäure,
2. die Anhäufung von Fleischmilchsäure,
3. die Anhäufung von Harnsäure und physiologisch gleichgearteten Xanthinkörpern im Blute,
4. Mangel an Eiweiß im Blute.
Ein gesundheitlicher Training wird daher die genannten Erschöpfungsstoffe möglichst schnell entfernen müssen. In welcher Weise er dies am besten erreicht, werden wir später sehen.
2. Wirkung der Leibesübung auf die Knochen.
In der Jugend sind bekanntlich die Gelenkbänder weich, dehnbar und elastisch, eine Eigenschaft, die sie mit zunehmendem Alter mehr und mehr verlieren. Durch fortgesetzte Uebungen behalten sie jedoch in mehr oder weniger hohem Grade ihre jugendlichen Eigenschaften, ja ihre Elastizität wächst, so daß sie eine große Widerstandskraft gegen Zug erhalten. Die Produktionen der sogenannten Schlangenmenschen beweisen, eine wie hohe Geschmeidigkeit und Dehnbarkeit die Bandmassen bei einem frühzeitig begonnenen Training bekommen können. Ein unbewegtes Gelenk dagegen wird steif, die Gelenkkapsel schrumpft.
Aber auch die Architektur des Knochens selbst wird nicht unwesentlich beeinflußt.
Julius Wolf hat durch seine Untersuchungen nachgewiesen, daß die Knochen ein Anpassungsvermögen gegenüber den Zug- und Druckkräften der Muskeln besitzen, welches dem Gesetz unterworfen ist, mit möglichst wenig Knochenmaterial eine möglichst große Festigkeit gegenüber den einwirkenden Kräften zu erreichen.