»Wir haben uns nicht vertragen, als du noch glaubtest, ich würde dir Platz machen; wir werden uns natürlich erst recht nicht vertragen, nachdem du weißt, daß ich nicht dir zu Lieb' auf mein Erbe verzichte!«
Samo sprang auf.
»Bin ich ein Erbschleicher?«
Juro sah ihn mit strengen Augen an und zuckte die Achseln. Da holte Samo zum Schlage gegen ihn aus. Der alte Scholta aber hieb mit der Faust auf den Tisch.
»Wie benehmt ihr euch? Was erdreistet ihr euch in meiner Gegenwart? Geht hinaus! Beide!«
Die Söhne mußten das Zimmer verlassen, und der Vater blieb allein und sprach drei Tage lang mit keinem Menschen ein Wort.
Dann aber ließ er die Söhne wieder zu sich rufen.
»Ich will dich fragen, Juro, ob du es dir überlegt hast, daß ein adliges Fräulein nicht in unseren Hof als Bäuerin ziehen kann!«
»Elisabeth wohnt jetzt auch auf dem Hofe ihres Vaters. Sie interessiert sich für die Landwirtschaft und verträgt sich aufs beste mit allen Leuten!« entgegnete Juro kleinlaut.
»Sie haben ein herrschaftliches Schloß, einen Park!«