»Sie sind dem wahren Fortschritt der Wenden hinderlich. Darum müssen sie ausgetilgt werden.«

»Juro – Juro, bist du das – ist das mein Sohn, der so redet?«

»Ich kann nicht anders. Bei Gott, Vater, es ist meine Überzeugung!«

Er wollte auf ihn zugehen; aber der Vater wehrte mit beiden Händen ab.

Bleich und gesenkten Hauptes ging der alte Mann zur Tür. Dort blieb er stehen und sagte noch:

»Das ist das Schwerste, was ich im Leben hören mußte! Da gehört viel Zeit dazu, ehe ich das fassen kann.«

Juro streckte die Hände nach ihm aus, aber der Vater schloß die Tür von draußen. – –

Birnbaum steht im weiten Felde[19].
Weiße Steine liegen drunter,
Unter all den weißen Steinen
Liegt ein rotes, gold'nes Ringlein.
Durch das Ringlein wachsen Halme,
Und die Halme tragen Blüten.
Kommt ein Pfau dahergeschritten,
Läßt die schönsten Federn fliegen,
Kommt ein Mädchen hergegangen,
Nimmt die Federn, flicht ein Kränzlein …
— — — — — —
Birnbaum steht im weiten Felde,
Gold'nes Ringlein schläft darunter,
Von dem Turme schallt die Glocke,
Mädchen macht ein Rautenkränzlein.

»Das ist ein schönes Lied, Töchterchen«, sagte die alte Wičaz zu Hanka. Sie saß mit ihr im Hofe.

»Ein schönes Lied, und du hast eine schöne Stimme.«