Da faßte ihn seine Mutter an der Hand.

»Rede nicht so laut, mein Söhnchen; ich werde dir auch drei Silbergroschen schenken.«

»Der Wilhelm, der abgefaulte Baier, wird auch rausgeschmissen«, grinste Lobo. »Den schmeißt der andere raus – der Samo.«

»Was sagst du, Samo hat den Wilhelm fortgejagt, den Deutschen?«

»Ja, Juro hat gesagt, ich und du werden rausgeschmissen, und Samo hat gesagt, Wilhelm wird rausgeschmissen.«

Die Alte grinste.

»Die zwei werden den ganzen Hof ausräumen.«

»Ja, es fehlte nicht viel, daß sie sich prügelten, die feinen Herren. Es wär' mir recht gewesen. Den Juro wollt' ich schon besorgen. So habe ich bloß meine Hacke weggeschmissen und bin abgezogen. Alle fünf streck ich gerade und mach' keinen mehr krumm. Ich sehe dich, Mutter!«

»Lobo, mein Söhnchen, geh' arbeiten, daß dich der Scholta nicht sieht. Auf ihn kommt es an. Laß mich nur machen.«

Der Bursche torkelte erst nach vielen Bitten und Versprechungen nach dem Felde zurück. Die Alte blieb allein auf der Bank sitzen. Sie hatte heut keine »Tour«. Sonst ging sie als Botenfrau nach der Stadt, kehrte in vielen Häusern unterwegs ein, besorgte für die Leute allerhand Aufträge. Hier im Schulzenhofe hatte sie ein kleines Stübchen, in dem sie mit ihrem Sohn Lobo schlief.