»Du bist – du bist wohl wahnsinnig?«
Der andere reichte ihm ein Depeschenblatt hin.
»Mutter tödlich verunglückt –«
»Samo – was – was – das ist ja nicht möglich – o Gott, Samo, das ist doch nicht wahr? Sag doch, was das ist – sag doch, was du weißt –«
»Ich weiß, daß ich das Blatt in Breslau bekam, daß ich hierhergefahren bin und daß ich dich den ganzen Tag gesucht habe.«
Juro brach in ein mühsam unterdrücktes Schluchzen aus und wollte sich dem Bruder an die Brust werfen. Der wehrte ihn ab.
»Hol deine Sachen und komm!«
Eine Weile stand Juro fassungslos da, indes seine Hände das böse Blatt zerknitterten, dann wandte er sich zu Elisabeth.
Die stand mit todblassem Gesicht neben ihm. Die anderen drängten heran, die Musikanten brachen das Spiel ab, eine kurze Auskunft wurde gegeben, eine Flut bedauernder Worte wogte durcheinander.
Da ging Juro nach der Baude, holte sein geringes Reisegepäck. Als er vor Elisabeth zum Abschiednehmen stand, sagte er leise zu ihr: