»Sie stirbt! Sie stirbt!« schreit Hanka, das Mädchen, wieder leidenschaftlich auf und neigt sich über die bleiche Kranke. Die fährt mit irren Fingern nach dem Verband an ihrem Kopf, und ein rotes Rinnsel fließt über Auge und Wange.
»Sie stirbt! Sie stirbt!«
»Geh weg, Mädel!«
Der alte Knecht Kito steht am Bett. Er hat Gras geholt vom Kirchhof und es trocknen lassen. Nun zündet er die dürren Gräser und Blumen an, läßt den Rauch hingehen über die Kranke und spricht:
»Ich sehe einen heiligen Baum.
Er hat kostbare Frucht getragen.
Er trägt nicht mehr.
Blut stehe still und tue nicht weh:
Im Namen des Vaters und des Sohnes und des heiligen Geistes!«
»To pomogaj si bóg wósc, bóg syn a bóg swety duch«, wiederholt der alte Scholta. – –
Da fährt ein Wagen in den Hof. Ein Herr springt heraus, stellt draußen einige Fragen und tritt in die Stube.
»Tag! Also, was ist los?« So fragt er barsch.
Die beiden alten Wenden und das junge Mädchen starren den Fremdling an. Der geht auf das Krankenbett los …