Hans:
Ich will nicht! … Halt, doch … ein Schluck ist gut … Aah so! … Gib den Soldaten auch … aber geh nicht mehr zum Fenster … Wenn er kommt, legen wir gleich los … Achtung, ihr Soldaten …
(Die Mutter hält Hansens Kopf, unausgesetzt wirre, qualvolle Gebetsworte murmelnd, der Kranke hält den fiebernden Blick lauernd nach dem Fenster gerichtet.)
Hans (jäh aufschreiend):
Da ist er … da ist er … der schwarze König! … Der Tod! … Oh … oh, er schießt. Oh, er hat mich getroffen … in die Brust … mit einer Kugel … Ich mach mir nichts draus … Drauf, ihr Soldaten … drauf … schießen, stechen, hauen! … Mein Säbel … wart' … ich bring dich um … ich zerschlag dir den schwarzen Kopf … ich … jetzt … jetzt hat er mich … jetzt hab ich ihn … laßt uns … helft nicht … ich nehm ihn allein … ich brech ihm den Hals … ich siege … o du … du schlechter Feind … du hast meinen Vater … meinen Großvater … wart … dein Hals, dein Blut … ich reiß dir das Herz heraus … ich hab's … ich hab' dein Herz … es hat Großvaters Blut getrunken – – – – Er … er … er ist tot … der Tod ist tot! … Der Tod ist tot …
(Er fällt mit geschlossenen Augen zurück.)
Die Mutter:
Gott im Himmel, erbarme dich! Hans! Hans! Hans! (Schreiend:) Doktor! Doktor! Hilfe! Mein Sohn stirbt! Hilfe! O Gott … Hilfe! Zu Hilfe …
Einige Stunden später. Gegen Morgen.