»Und warum interessiert a sich denn gar so sehr für den Heinrich? Warum nimmt a weder Lohn noch Zinsen?«
»Das kann ich nich sagen.«
»Na, und der alte Raschdorf hat mit kein'm Menschen Freundschaft gehalten, und die jetzt scheinen auch drauf zu warten, daß sie's ganze Dorf um Verzeihung bitten kommt. Hol' der Teufel die hochnäsige Bande!«
»Riedel, ich leid' solche Redensarten nicht.«
»Leid'st sie nich? Na, da – da kann ich wohl gehen, da kann's ja die Schräger-Lotte mit a Buchenhofleuten halten. Aber der studierte Heinrich, der gefällt vielleicht der Lotte, da hält sie's lieber gegen a Vater –«
»Riedel, das leid' ich nicht! Solches Gerede paßt sich nicht, überhaupt auf dem Kirchwege! Da geh lieber!«
Der Bursche sah mit finsterem Gesicht auf den Boden. Zwanzig Schritte weit ging er noch mit, dann bog er in einen Feldrain ein. Lotte ließ ihn gehen und schritt ernst weiter. Der Idiot aber schlich dem jungen Riedel nach.
»Du,« sagte er tückisch, »wir werden sie schmeißen!«
Riedel antwortete ihm nicht, aber er blieb stehen. Indessen kamen Heinrich und Hannes näher, ein Stück dahinter Mathias und Lene. Der junge Riedel sah Heinrich herausfordernd an. Dann lachte er roh und rief laut herüber: