»Es geht nicht, Hannes, es geht absolut nicht.«
Hannes steckte sinnend die Hände in die Hosentaschen.
»Heinrich, ich glaube, Du wirst a ganz miserabler Pauer werden.«
Das fürchtete Heinrich auch, und die Frage, ob es nicht besser für ihn gewesen wäre, bei den Büchern zu bleiben, tauchte ihm schon an diesem ersten Tage seiner Bauerntätigkeit auf.
Trotzdem nahm er mit großer Energie immer wieder das Geschäft des Pflügens auf, und einmal gelang es ihm, eine ganze Furche entlang zu fahren. Da rötete sich sein Gesicht vor Freude. Als er aber den Pflug umwenden wollte, um zurückzufahren, geschah ein Unglück. Er setzte sich das schwere Ackergerät heftig auf den Fuß. Laut auf schrie er, warf den Pflug hin und setzte sich an den Feldrand.
Wieder wandte sich der Schimmel um und machte eine so undeutliche Miene, daß niemand wissen konnte, ob sie Mitleid oder Ironie bedeute.
Hannes kam mit langen Schritten heran und besah sich den blutenden Fuß, von dem Heinrich indessen den Stiefel gezogen hatte. Zorn und Mitleid kämpften in ihm.
»Das allerbeste is, Du gehst nach Hause. Das is ja lebensgefährlich für Dich!« –
»Du – dem Großbauern blutet der Fuß. A hat sich gewiß a Pflug drauf gesetzt. Na und die Furche, sieh mal, die hat a gemacht.«