»Lotte, das will ich Ihnen danken!«
Er half ihr auf den Wagen und stieg nach. Zitternd ergriff er die Zügel wieder. Es war nur ein Sitz da. So saßen Sie dicht nebeneinander. Minutenlang fuhren sie die Straße entlang, ohne daß eines ein Wort gefunden hätte. Und die Maisonne lachte, und das Rößlein ging so wonnig sachte.
So war dem jungen Buchenbauer noch niemals im Leben zu mute gewesen. Das Herz war ihm übervoll, und doch fand er kein armseliges Wörtlein. Endlich raffte er sich auf:
»Sie müssen mir noch sagen, Fräulein Lotte, ob Sie mir wegen des Straußes böse gewesen sind!«
»Ach, ich habe mich damals wohl sehr geärgert. Aber ich weiß ja jetzt, daß Sie ihn nicht weggeworfen haben!«
»Nein, wirklich nicht, ich wollte, ich besäße ihn noch jetzt.«
»Den armseligen Kinderstrauß?«
»Ja, denn damals war doch noch eine bessere Zeit. Da war ich noch nicht gar so einsam.«
»Fühlen Sie sich einsam?« fragte sie leise.
»O, Lotte, Sie wissen gar nicht, Sie können gar nicht glauben, was das heißt: so leben wie ich.«