»Und wie denken Sie, daß mir's geht?«

Er suchte nach einer Antwort. Der trunksüchtige Vater fiel ihm ein, der idiotische Bruder, und ihre ganze trostlose Verlassenheit kam ihm zum Bewußtsein.

»Ja, ich weiß wohl, ich ahne es, es tut mir leid, Lotte, aber die Leute im Dorfe, die achten und ehren Sie doch.«

»Die Leute im Dorfe! Wenn ich eine rechte Heimat hätte, brauchte ich keine Leute aus dem Dorfe. Ich will sie nicht.«

Der Widerspruch zwischen ihr und ihm selbst fiel ihm auf.

»Lotte, ich glaube, wir sind beide nicht glücklich. Wir haben beide ein Haus, in dem wir wohnen, und haben doch beide keine Heimat.«

Sie sah zu ihm auf. Ähnliche Gedanken hatte sie schon oft gehabt; nur diese klare Form hatte sie ihnen nicht geben können.

»Ja,« sagte sie, »Sie haben recht!«

Dann sprachen sie von der Kinderzeit, von jenen goldenen Tagen, als sie noch glücklich waren, als sie beide noch eine Heimat hatten.