»Weiß er schon, daß ich den Fuß gebrochen habe?«

»Freilich, freilich! A hat ja unten im Hause gewartet, bis ich ihm alles gesagt hab'. Na, und a läßt Dich schön grüßen, und es tät ihm schrecklich leid!«

Lotte lächelte wieder.

»Ja, Stenzeln, das glaub' ich, daß es ihm leid tut; er ist ein sehr guter Mensch.«

Die Stenzeln nickte und dröselte ein Weilchen für sich hin. Dann hustete sie und sagte: »Na, eigentlich soll ich's ja nich sagen, aber Du wirst ja nischt verraten – da sieh mal!«

Sie zeigte ein Fünfmarkstück und mäßigte ihre Stimme zu einem Flüstern: »Das hat a mir geschenkt, der junge Raschdorf, und ich soll Dich nur gut pflegen, hat a gesagt –«

Eine tiefe Röte zog über das Gesicht der Kranken, und ein glückliches Leuchten brach aus ihren Augen.

»Ja, und jeden Abend um neune will a mich unten an der Haustür fragen kommen, wie's Dir geht.«

»Hat er das gesagt?«

»Freilich hat a! A hat 'ne schreckliche Bangigkeet um Dich.«