Die Höfe! – – – Wenn er nur nicht Raschdorf hieß!
Ein Frösteln kam den Säufer an.
Der Sohn von dem anderen!
Manchmal kam er ja noch – der andere – in der Nacht, manchmal, wenn Schräger zu wenig getrunken hatte, oder wenn er krank war und nicht schlafen konnte.
Der Sohn! War das möglich? Würd's da besser mit ihm werden oder schlechter? Würde er sich mehr fürchten oder weniger? Damals, als der junge Raschdorf zur Steuer gewesen war, hatte Schräger in der Nacht gut geschlafen. – –
Und auftrumpfen läßt er sich nicht! Und nichts auf die Lotte sagen, nichts! Auch nicht auf den Jungen! Es sind die Kinder! Er hat's danach; er braucht sich und den Kindern nichts sagen zu lassen! Wieder ringt er nach einem klaren Gedanken, will einen bestimmten Vorsatz fassen. Es ist nicht möglich, es bleibt alles verworren. Er trinkt, und dann spricht er wieder mit sich selbst. Alles durcheinander. Manchmal gegen den Riedel, manchmal gegen den Raschdorf. Zuletzt lallt er:
»Hol' der Teifel! Egal, ganz egal! Aber Geld muß sein! Geld!« Und er greift nach der Rumflasche.
Es war Abend. Droben im Krankenzimmer lag die Lotte mit roten Wangen. Sie sah immer nach der Uhr und betrachtete mit qualvoller Ungeduld, wie träge die Zeiger weiterrückten. Jetzt schlug die Uhr neunmal.