Das schrie er.
»Ich weiß nich, wahrhaftig, ich weiß ja nich! Ich kann nischt dafür! Ich kann ja gar nischt dafür!«
Heinrich Raschdorf stand zitternd vor ihm. Auf Sekunden mußte er mit sich kämpfen, den Mann nicht zu mißhandeln, ihm nicht mit Gewalt das Geständnis zu entreißen. Dann aber warf er den Kopf zurück, grub die Hände in die Taschen und ging ein paarmal rasch durch die Stube. Schließlich setzte er sich auf einen Stuhl, Schräger gegenüber.
»Ich will ja vernünftig sein, ich will ja nicht schreien, ich will ja alles auf mich nehmen, aber das müssen Sie mir sagen, wohin sie ist. Es ist ganz klar, daß Sie mir das sagen müssen. Sie ist doch meine Braut!«
»Heinrich, ich weiß nich! Sie will weit fort. Und ich soll die Wirtschaft verkaufen, und dann soll ich nachkommen.«
»Wohin sollen Sie nachkommen?«
»Das weiß ich nich. Das wird sie erst viel später schreiben, sagte sie. Sie wird erst einen Ort suchen.«
Es wurde still. Heinrich Raschdorf starrte mit bewegungslosem Gesichte den alten Schräger an. Unten wurde die Tür geöffnet; – zwei Männer stapften in den Hausflur und setzten etwas nieder.
»Guten Tag! Wir bringen den Sarg!« sagten sie.