Hannes wurde halb zwangsweise in ganz jämmerlicher Verfassung herbeitransportiert. Er zappelte an Händen und Beinen und heulte zum Steinerweichen. Der Richter redete ihm gut zu, aber davon wurde das Geheul ärger. Da brüllte ihn der Beamte riesig an, und das half.
Der Richter stellte zunächst fest, daß Hannes mit seinem Vater und Heinrich zusammen gewesen sei.
»Was habt Ihr gemacht?« fragte der Richter in seiner wohlwollenden, aber etwas kurzen Weise.
Über diese Frage erschrak der gute Hannes mächtig. Er fing an zu heulen, hob die Hände bittend auf und schluchzte: »Sechsundsechzig gespielt – aber ich werd's ja nich mehr machen – ich werd's ja nich mehr machen – bloß nich einsperr'n – och – och je – och je –«
»Sei mal ruhig, Junge! Ob Ihr Karten gespielt habt, ist mir egal. Da passiert Dir nichts. Erzähl' mal, wie der Heinrich Raschdorf nach Hause gegangen ist. Aber nun sag' die Wahrheit! Wehe Dir, wenn Du lügst. Also wie war das?«
Hannes erzählte, er sei mit Heinrich sofort hinüber nach der Wohnstube gegangen.
»Sag' mal, mein Junge, Karten gespielt habt Ihr also; habt Ihr nicht auch geraucht?«
»Nee, geraucht haben wir nich – gar nich geraucht – gar nich a kleenes bissel –«
»Johannes, lüge nicht! Ihr habt geraucht?«
»A eenziges Mal haben wir Zigaretten geraucht, aber das war im Sommer auf'm Felde – der Heinrich zwei und ich eine – aber da wurd' uns so schlecht –«