»Herr Lehrer, a schwindelt! A war ja immerfort bei uns, und dann, wie wir rübergegangen sind, da is noch der Robert mit uns gegangen, der Knecht.«

»Robert Kirschner!«

Der Knecht sagte aus, er sei aus dem Wagenschuppen gekommen, da habe er die beiden Knaben aus dem Gesindehause kommen sehen, und weil er den Heinrich, der gerade erst zu den Ferien gekommen sei, noch nicht gesprochen habe, sei er mit den Knaben gegangen und habe sie bis zur Tür begleitet. Den Heinrich habe er in die Stube gehen sehen, und mit dem Hannes habe er noch geplaudert. Und da sei schon die Karoline gekommen und habe gesagt, daß es brenne.

»Heinrich Raschdorf! Warum lügst Du vor Gericht? Warum beschuldigst Du Dich selbst?«

»Mein Vater! Mein Vater!«

»Du hast Deinen Vater retten wollen?«

Der Knabe nickte unter heftigem Schluchzen. Es war aus mit seiner Fassung.

»Hat Dir jemand zugeredet zu einer solchen Aussage? Sag' jetzt die Wahrheit, mein Junge! Du weißt, Gott sieht Dir ins Herz. Und Du darfst Dein Herz nicht beflecken. Hat Dir jemand zugeredet, Dich selbst falsch anzuklagen?«

»Es hat mir niemand zugeredet!«