»Entschuldige Frauke! Ich denke, es wird dich freuen.«

Sie las und sah dann ruhig auf. »So, Usadel! Nun, ich wünsche dir Glück!«

Der Panzer ihrer kühlen Gelassenheit war doch undurchdringlich. Malte schritt im Zimmer auf und nieder. »Es handelt sich um den Beitritt, Frauke. Ich muß mich entscheiden. Was rätst du, das ich tun soll?«

Sie legte die Feder nieder und wandte sich ihm zu. In ihrem Blick war Erstaunen, das ihn beschämte: Soll ich sagen, was deine Sache ist? »Das mußt du selbst wissen, Malte. Oder frage Onkel Rolf.«

»Gewiß«, murmelte er. »Du solltest nur sehen, daß ich Wert darauf lege, deine Meinung zu hören.«

Ob man einen Imbiß vorsetze? Frauke stimmte zu, sie werde dafür Sorge tragen. Und der Wagen? Natürlich, der Kraftwagen stand bereit.

Malte verließ das Haus ein wenig bekümmert. Etwas in seinem Innern lag brach, ein umhegter Fleck inmitten bestellter Felder, der ohne Blühen war, der immer den Anblick winterlicher Starre bot.

Auf der Straße grüßte man ihn ehrerbietig, der Aldermann Hofmeister redete ihn zutraulich an. Die Achtung, die man ihm erwies, belebte sein Selbstbewußtsein wieder. Wenn sie wüßten, welche Pläne er auszuspinnen im Begriff war! Die Alten würden Augen machen.

Onkel Rolf war noch auf dem Gericht. Malte fragte, ob jener sich ihm als Beisitzer zur Verfügung stellen wolle.

»Als Beisitzer, mein Lieber?«