Brief.
Eduard an Alsin.

Zu Pferde lese ich deinen Brief, und zu Pferde schreibe ich auf meine Schreibtafel zur Antwort: Meine Feinde sind gedemüthiget, und ich komme dich kindlich zu umarmen, und dir mündlich zu sagen, wie sehr ich dir für dein warmes Sendschreiben danke, und dich liebe u. s. w.

Scene.

Ein Saal mit den Schlachtgemälden Eduards. Eduard, einige Höflinge hernach Beliam.

Edu. Der Maler versteht seine Kunst! —— Lasset ihm die Originalplane geben! —— (Er liest) Die unglaubliche Uebersetzung des Flusses —— Die wunderbare Schlacht bey —— Lasset diese schwülstigen Aufschriften weg! Sagt die Sache kurz: die Uebersetzung des Flusses, die Schlacht bey —— Grosse Aufschriften machen kleine Thaten! —— Albin, dir übergebe ich die Besorgung dieses Geschäftes; zieh meinen Freund Alsin in allem zu Rath. Ich kenne deinen guten Geschmack. —— Beliam, was bringst du so freudig?

Beliam. Alle gute Dinge sind drey! —— Das Erste ist mein Gruß! Das Zweyte ist ein wunderbares Ding, und das Dritte diese Rolle Papier.

Edu. Den Gruß nehme ich mit Dank. Das Zweyte mußt Du mir deutlicher erklären, und das Dritte will ich lesen.

Beliam. Salinia, das schönste Mädchen am ganzen Hofe, schickt mich zu dir mit diesem Briefe, und sie gab mir noch Etwas für dich. Weiser König, rathe selbsten was es ist. Ich will dirs sonnenklar beschreiben. ——

Räthsel.

Bist du mein Held wie einst Oedip bescheiden;