Wie viel Beredsamkeit, immer zu reden, und doch nichts zu sagen!
Zeigt mir ein Beyspiel, wo lebt wohl der Weise, der Kühnheit besitzet,
Wie ein Schranze sich selbsten zu loben, und andre zu tadeln;
Ueber die Künste despotisch zu herrschen, und alles zu richten,
In zwey Worten den Werth der Dinge mit Kühnheit zu sagen?
Seht dort den Günstling des Königs, er lebt nur vom Hauch des Gebieters,
Wie ein Schooßhund geschmeidig verläugnet er seine Gesinnung,
Aeft den Charakter des Fürsten, und stralt wie ein Spiegel das Antlitz
Lächelnd zurück, er schmäuchelt, er kriechet, und lecket den Speichel.
Kaum hüpft der Frosch vom Throne des Königs, so bläht er sich selbsten,