Dieß merk, sonst sprech ich deutlicher.

Zu Zeiten will ich deiner noch gedenken,

Und unsrer Freundschaft Blicke schenken;

Mehr aber Satyr fodre nicht,

Man macht sich Feinde, wenn man sticht.

Geisterscene.

(Der Schauplatz ist ein Schlachtfeld. In der Ferne sieht man das verschanzte Lager der Feinde. In der Ebne liegen die Todten und Verwundeten. Waffen, Pferde, und Leichen sind aufeinander gethürmet. Von allen Seiten fliehen die Schaaren Eduards. Panisches Schrecken verscheucht sie. Eduard erscheint mit fliegenden Haaren und mit blutigem Schwert in der Hand. Donner rollen, Blitze leuchten; ein fürchterliches Ungewitter wütet. Aus den feindlichen Wällen tönen Stückschüsse. Es ist Mitternacht.)

Edu. Ihr feigen Memmen! Wo eilt ihr hin? Zurück! Wider die Feinde! Ich bin Eduard, euer König! —— Fechtet! —— Folget mir nach! Ihr verzagten, wo fliehet ihr hin?

Ein Hauptmann. Unsere Kräfte erliegen, die Feinde sind unüberwindlich ——

Edu. Sklave stirb! (Er schleudert ihn zu Boden). Zur Schlacht, zum Gefechte! Hieher! —— Alles flieht, alles verläßt mich! Tod und Verderben! Ich muß siegen! Ich muß die Feinde tödten! Ich will allein fechten!