Wie viel dankende Thränen fliessen noch auf die Gebeine

Gütiger Hirten! Sie sind auf der Erde das Ebenbild Gottes,

Und man heißt sie die reizende Wollust des Menschengeschlechtes.

Du bist zwar mächtig Monarch, doch setze der Eigenmacht Schranken;

Schäme dich nicht, dich unter die weisen Gesetze zu schmiegen.

Ehre das Recht der Natur, der Völker, des heiligen Tempels.

Du bist zwar frey von menschlichen Richtern, doch Gott wird dich richten;

Früh oder spät wird dich die Geissel der Vorsicht bestrafen.

Ihr seyd nicht Herren, O Fürsten, des Lebens, der Güter der Bürger;

Diese Maxime schändet die Throne, brandmarket die Menschheit!