Und küss ich nicht die Innenfläche meiner eigenen Hand, die deine Handinnenfläche für einen Augenblick lang sanft berührt hat?!?

Gibt uns der „seelische Selbsterhaltungstrieb“, diese immanente Angst vor dem Zerstörtwerden, nicht Zaubermittel fast, uns zu erretten aus der Not der Seele?!?

Und wenn wir ihr beim Anziehen, beim Ausziehen ihres Paletots behilflich sind, vor allen Leuten, haben wir da nicht Schauer mysteriöser Zärtlichkeiten, die der Beglückte vielleicht im Bette nicht einmal empfindet mit ihr, da sie dort zum „Weibchen“ wird, gleich allen, die schon waren, und die noch kommen werden oder könnten! Die Art besiegt das Individuum!

Ist’s nicht ein Ausgleich unseres Unglück-Glückes?!?

Könnt ihr uns unsere Hochzeitsnächte rauben, ihr Beglückten?! Wir haben sie hinterrücks — —.

Wir haben sie sogar in der „Phantasie der Frauen“, die uns nicht erhören! Wie, wenn sie uns erhörten, träumen sie manchmal?

Einmal, aus Laune oder Ungezogenheit und Neugier?! So Gnadenspenderin spielen?!? Teufeline?!?

Was vor dem halben Einschlafen des Nachts die Frauennerven sich halb erträumen, thront oberhalb moralischer Gesetze! Niemand kann’s verwehren!

Drückt ihr, Beglückte, vielleicht je den Rand ihres Trinkglases verstohlen an eure Lippen, ja umküßt ihn ganz, mit zärtlicher Geschicklichkeit, wenn der Tisch frei geworden ist von Gästen im leeren Speisezimmer?!?

Küßt ihr die Orangenschalen, die sie geschält hat?!?