„Wir verderben es uns mit so vielen Männern wegen Kleinigkeiten, unnötiger Grausamkeiten, Wartenlassen, gelangweilter Mienen, ungezogener Bemerkungen. Aber dadurch erfahren wir es andererseits, wer sich durch nichts abschrecken lasse, uns zu lieben!“

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Je weniger Aschenschalen du in deinem Zimmer aufstellst, desto weniger verzweifelt wirst du sein, wenn deine Gäste die Asche dennoch wo anders abstreifen. Stelle gar keine auf, damit du die Beruhigung habest, es sei deine Schuld!

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Eine Lebenskünstlerin. Eine junge Schönheit, der ich eine silberne Tabatiere mit ihrem von mir geschriebenen Namenszuge schenkte, sagte allen Herren: „Schaut’s, die hat mir der Baron Wolff g’schenkt. Was, nett?!“ Eine erboste Kollegin sagte ihr, es sei die Handschrift des Peter Altenberg, sie kenne sie. Da sagte sie: „Wann der so schreiben könnt!“

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Ich stehe jetzt immer vor einer Delikatessenhandlung und betrachte die französische, fast runde, lederbraune Birne „Madame Lavallière“, vier Kronen, die ich einst einer bestimmten Dame schenken wollte. Wenn ich denke, daß ich mich hätte hinreißen lassen, sie ihr zu schenken!? Es gibt noch befreiende Augenblicke. Jeden Tag stelle ich mich vor die Birne hin!

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Ich habe es zwar schon einmal geschrieben, aber die Menschheit scheint es vergessen zu haben: „Nicht um die Geliebte weine, die du verloren, um die weine, die dir geblieben ist!“

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