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„Ich habe meinen Gatten lieb, weil er mich reich ausstattet! Ich habe meinen Geliebten lieb, obwohl er mich nicht reich ausstattet! Wie lieb hätte ich erst einen Geliebten, der mich reich ausstattet! Aber das gibt es ja gar nicht; der hat das doch nicht nötig, das wäre ja ein idiotischer Verschwender, den man unter Kuratel setzen müßte!“
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„Ich denk’ über so viele Sachen nach, Gustav, und da werd’ ich ganz blöd. Wann ich einmal gar nicht nachdenk’, und was ganz Blödes sag’, dann sagen die Leut’, daß es riesig g’scheit is. Aber unbewußt sagen sie. Das heißt also, daß es doch blöd is, nicht, Gustav?!“ „Dummerl!“ sagte Gustav, das heißt: „Gscheidterl!“
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Die 5jährige Edith sagte abends beim Abschiede zu mir: „Also wann, wann, wann — — —?!“
Da ergänzte die Mutter: „werden Sie morgen wiederkommen?!“
„Aber geh’, Mutti, das weiß er ja, was ich gemeint hab’!“
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Je tiefer die seelische Liebe der Frau, desto geringer ihre „physiologische“ Erregbarkeit. Das scheint schauerlich paradox zu sein! Die „Liebe“ verteilt ihre Erregung auf den Gesamtorganismus, während minderwertige Gefühle nicht diese Kraft haben, sondern sich lokalisieren!