»Wart, ich will Dir's zeigen, wie Du's machen musst,« sagte Schmierbock: »Lege nur Deinen Kopf auf die Bank, dann sollst Du mal sehen.«
Das that denn das arme Mädchen auch; aber da nahm Schmierbock die Axt und hieb ihr damit den Kopf ab, als wär's ein Küken gewesen. Dann legte er den Kopf ins Bett und den Rumpf in den Kessel und kochte Suppe davon; und als er das gethan hatte, nahm er die Kienwurzel und den Stein und kroch damit in den Schornstein hinauf.
Als darauf das Trollweib mit ihrem Mann wieder nach Hause kam, und sie den Kopf im Bett liegen sahen, meinten sie, es wäre die Tochter, die schliefe; sie wollten sie nun nicht aufwecken, sondern gingen zum Kessel, um die Suppe zu kosten.
»Schmeckt gut, die Schmierbocksuppe!« sagte das Trollweib.
»Schmeckt gut, die Tochtersuppe!« sagte Schmierbock oben im Schornstein; aber das hörten sie nicht recht.
Darauf nahm der Troll den Löffel und wollte auch die Suppe kosten.
»Schmeckt gut, die Schmierbocksuppe!« sagte er.
»Schmeckt gut, die Tochtersuppe!« sagte Schmierbock im Schornstein.
Da wurden sie aufmerksam und konnten nicht begreifen, Wer es sei, der da im Schornstein schwatze; sie stiegen daher auf den Herd und wollten zusehen. Aber da nahm Schmierbock die Kienwurzel und den Stein und warf sie damit auf den Kopf, so daß sie todt umfielen. Als Schmierbock das sah, stieg er wieder herunter, nahm all das Gold und Silber, was er da vorfand, und reis'te damit nach Hause zu seiner Mutter. Und nun war Schmierbock ein reicher Mann.