Hernach kam Frau Apollonia selber von der Küche herein. Den Mann mit solchem Begehr wollte sie sich ansehen. Der gefiel ihr.

Die aufgeärmelten Arme über die Brust gelegt, fragte sie ruhig: »Wollen Sie gekochte Milch oder rohe?«

»Ungekocht. Natur.«

»Süße oder saure? Oder Buttermilch? Oder kuhwarme?«

Jetzt mußte der Fremde lachen über die große Auswahl an Milcharten. Dann verlangte er saure.

Die Holzknechte pochten mit ihren Gläsern auf den Tisch: »Mariedl, hörst nit! Noch ein Bier mag ich!«

Und als der Fremde die Hälfte des großen Milchglases auf einen Zug leer trank, packte am Nebentisch der Holzknecht den Henkel seines Bierglases und trank es auf einen Zug aus. Stieß das Glas auf den Tisch: »Nachfüllen, Kellnerin!« und schaute beinahe herausfordernd den Fremden an: So macht man’s hierzuland im Wirtshaus!

Der Wirt leitete ein Gespräch ein mit den üblichen Fragen: »Woher? wohin?«

»Ja, mein lieber Herr Wirt,« antwortete der Fremde halb ernsthaft, halb lustig: »Ich komme und weiß nicht woher, ich gehe und weiß nicht wohin. Mich wundert’s, daß ich fröhlich bin.«

»Na, gescheiterweis. Woher denn?«