»Ja, ja, geht nur jetzt, ich habe nicht viel Zeit. Nachmittags um fünf Uhr. Wenn aber niemand oben ist! Ich gehe nicht ein zweitesmal!«
In solch wohlwollend brummigem Tone pflegte Rufmann mit den Leuten zu verkehren. Als die Bauern fort waren, ging er die Stiege hinauf und wollte nachsehen, ob die Buben nicht endlich aus dem Bette wären. Die Tür war versperrt.
Er pochte mit der Faust: »Was ist denn das heute! Sieben wird’s bald!«
»Ja, ja,« antwortete drinnen eine mißmutige Stimme. Sie waren noch verschlafen.
Zum Frühstück waren sie da und aßen tüchtig. Dann verzog sich der Student wieder, und der Friedl erstattete seinen Bericht von der Alm. Hin und hin aper, nur im Rauhruckkar hatten sie noch Schnee liegen sehen. Es sei ganz sommerwarm, täte schon überall grünen. Man könne bald das Vieh auftreiben. An der Seealmhütte müßten die Dachlucken ausgebessert und etliche Fensterscheiben eingeschnitten werden. Stellenweise hätten Lahnen den Weg versperrt, an der Mooskehr hätten sie nur mit Mühe weiterkommen können.
»Hat sich der Preuß gut gehalten?« fragte der Förster.
»Ganz gut.«
»Wie weit habt ihr ihn begleitet?«
»Bei der Seealmhütten hat er gesagt, nun wollt’ er schon allein weiterkommen.«
»Kann er noch vor dem Gewitter hinübergekommen sein?«