Peter.
Nu ja, Bauer, hab’ halt gemeint, weil ich just dabei bin, daß ich mich ausred’ —
Brandsteiner.
Gar nit vonnöthen, Peter. Wenn ich in der Wirthschaft Deinen Rath brauch’, so laß’ ich Dich schon rufen. Was ich aber mit mir und mein’ Kind abzumachen hab’, dafür weiß ich meinen Bruder, den Herrn Pfarrer. Der versteht’s. ’s ist ein Glück für die Rosel, sagt er, wenn sie so der Welt Gefahr entflieht. Und Gottes Braut zu sein, da kann kein Mensch auf Erden höher steigen. Freilich wohl wird’s richtig sein. Unsereins hat nit studirt und kann sich die Sach’ nit so auslegen.
Peter.
Und Ihr wollt Eure alten Täg in der Einschicht verleben und der große alte Brandsteinerhof soll in fremder Leut’ Händ’ kommen?
Brandsteiner.
Der Mensch hat sein Leben vom Herrn, hat seine Kinder vom Herrn, hat sein Vermögen und Alles vom Herrn. Ich opfer’ das meine wieder auf zu seiner Ehr’. Dieselb’ Meinung hat auch mein Bruder, der Herr Pfarrer. — Du aber, Peter, laß’ Dir kein graues Haar wachsen, wir führen derweil die Wirthschaft fort und das Korn wird geschnitten auch ohne die Dirn. Vergiß’ auf morgen nit, was ich g’sagt hab’!
(Neigt sich, aber nicht auffällig, vor dem Kreuz, rechts ab.)
Peter (allein).