„Das ist brav von Dir,“ antwortete der Wachszieher, „das gefreut mich arg, daß Du mit mir noch Kameradschaft hast, gleichwohl Du Kaiserlicher bist. Schau’, ich thät’s mit den Leuten nicht schlecht meinen, aber nach mir schaut sich kein Mensch um, müßt — thätest Du nicht sein — mutterseelenallein meine Straße trotten. Mit der Juliana ist’s auch nur so eine Frag’. Du bist mir der Best’, Crispin.“

Der Bursche war bei diesem Bekenntnisse ganz weichmüthig geworden. Beide schüttelten sich die Hände.

Dann blickten sie wieder in das Flämmchen und Crispin seufzte.

„Du mußt wohl auch ein Anliegen haben,“ sagte der Franz. Der Andere nickte mit dem Kopfe.

„Kann ich Dir helfen?“ fragte der Wachszieher, um seine Treue sofort zu beweisen.

„Du könntest mir freilich helfen. Geh’, trink’ wieder einmal.“

„Trinken thu’ ich schon, aber verlassen thu’ ich Dich nicht.“

Da wird es in den Zügen des Soldaten lebendig. „Franz, willst Du mir schwören, daß Du mir hilfst?“

„Schwören!“ murmelte der Andere, „einen Eid ablegen? Bei meiner Seel’, das wird doch nicht vonnöthen sein?“