1899.
In diesem Buch man finden kann,
Wie der Schwiegersohn schön dichten kann.
Er dichtet früh, er dichtet spat,
Und wenn er just Courage hat,
So dichtet er, der tapfre Mann,
Sogar — die Schwiegermutter an.
Die Schwieger —? Wie? Gemach, gemach,
Sie ist danach.
Nachhall.
1899.
In deiner schönen Heimatstadt
Da blieb ich über Nacht,
Und als das Mühlrad rauschend ging,
Und als mich milder Traum umfing,
Da hab' ich deiner gedacht.
In deiner schönen Heimatstadt
Da gab es einst fröhliche Zeit,
Die Jugend hat uns angelacht,
Die erste Liebe war erwacht,
O selige Tage — wie weit!
In deiner schönen Heimatstadt
Es ewigen Frühling gibt,
Und was, o Freund, einst unser war,
Genießt heut eine junge Schar
Und lebt und lacht und liebt.
Zum 28. August 1900.
Du dünkst dich alt, so klagst du mir,
Und ist doch so viele Jugend in dir.
Das Klagen, das magst du sparen!
Eine vierzigjährige junge Frau,
Die gibt — ich rechne ganz genau —
Zwei Mädchen von zwanzig Jahren.