Der Knab' tat nit lang bitten,
Nahm 's Mädl um die Mitten
Und hub mit ihr ein Tänzlein an,
Der Atem tat ihr stille stahn
In alten grauen Tagen.

Und als er satt am Tanzen,
Da nahm er seinen Ranzen,
Und ließ die Maid zu zwein — allein. —
Das Märchen soll geschehen sein
In alten grauen Tagen.

[Weib.]

Schicksal im langen Haar,
Herrin, mir graut vor dir!
Reiß von der Heimat mich,
Raube die Freunde mir.
Brich meinen Tatenmut.
Höhne, verrate mich,
Schände die Ehre mir,
Hass' und verkaufe mich.
Foltere die Seele mir,
Hetz in die häßlichsten
Laster des Lebens mich,
Stürz in die ewigen
Peinen der Hölle mich:
Anbeten! Anbeten!
Anbeten muß ich dich,
Wonniger, göttlicher
Dämon — ich liebe dich!

[Die Schrift im Sande.]

Als man dem Herrn
Die Sünderin verklagt,
Da hat er bloß gesagt:
Wer selber sich weiß rein,
Der werfe seinen Stein!
Dann schrieb er etwas in den Sand ...
Sie gingen hin und guckten, was da stand.

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Verstanden hat's wohl jeder,
Der's geschaut.
Doch keiner hat sich's
Zu sagen getraut.