Wohlan, wer einstens dräute
Und nur den Waffen traute,
Sich selbst als Mensch nicht scheute,
Mit Trotz auf jeden schaute,
Und seiner Ehre Beute
Auf Säbelschneiden baute.
Doch Gassenbub', wer heute
Aus Vorwitz um sich haute.
— Ich schlage nicht die Leute,
Ich schlage nur die Laute.
*
Heute pocht sein Herze metrisch,
Heute klingelt seine Zungen,
Heute tanzen alle Musen
Um den ruhmesdurstigen Jungen.
Heute steigt er zum Parnasse,
Heute, glaubt er, glückt es sicher.
Sieh, da drehn sie ihm die Nase
Und entfliehen mit Gekicher.
Manches Genie
Ist vernünftig nie,
Immer Genie.
In Geistesbeschwerden
Ruft's ach und weh aus,
Fühlt sich fremd auf Erden
Und daheim — im Kaffeehaus.
In einem Eisenbahngelaß
Ein altes, stilles Männlein saß.
Und neben ihm zwei schwarze Herren,
Die wollten fleißig ihn bekehren,
Mit feinem Witz, mit leisem Hohn,
Und dann mit dringlichem Sermon;
Gestanden es auch endlich ein,
Daß sie — schon um den Heiligenschein —
Von der Gesellschaft Jesu sei'n.
»Von der Gesellschaft Jesu,« fragt
Der Alte, dem das nicht behagt,
»Doch von der ersten, ihr Geschätzten,
Oder etwa von der letzten?«
»Wieso?« darauf die klugen Herrn.
Der Alte, der erklärt sich gern:
»Nun, Ochs und Esel oder Schächern,
Den welchen mögt nach Art und Fächern
Ihr gern euch füglich zugesellen?«
— Und was geschah? Sich zu empfehlen
Beeilten sich die beiden schnelle,
Schon bei der nächsten Haltestelle.
Kecklich mit dem Schelm zu spaßen
Sollten Schelme bleiben lassen.